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channelnewsasia+1nytimes+1channelnewsasia+1Die asiatischen Märkte erlitten am Freitag breite Verluste, da Rohöl der Sorte Brent zum ersten Mal seit Mai über 100 US-Dollar pro Barrel stieg. Dies entfachte erneut die Sorge, dass ein neuer Inflationsschock die Zentralbanken zu weiteren Zinserhöhungen zwingen könnte. Der Ausverkauf, der durch einen sich verschärfenden Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurde, erfasste die globalen Anleihemärkte und trieb die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen auf Mehrjahreshöchststände.
Brent-Rohöl stieg in der Nacht zum Donnerstag um bis zu 7 Prozent auf ein Zweimonatshoch von über 102 US-Dollar, bevor es am Freitag wieder leicht nachgab. Der Preissprung folgte auf Angriffe von Houthi-Rebellen im Jemen auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer. Dies droht neben der nahezu vollständigen Blockade der Straße von Hormus durch den Iran eine zweite Hauptroute der globalen Energieversorgung abzuschneiden. Die Rohölpreise sind diesen Monat um fast 40 Prozent gestiegen, da der Konflikt zwischen den USA und Iran eskaliert ist und US-Präsident Donald Trump mit "massiven militärischen Strafen" gegen den Iran und seine Houthi-Verbündeten droht.channelnewsasia+2
Irans Ablehnung eines US-Waffenstillstandsvorschlags am Freitag schürte die Besorgnis über anhaltende Störungen der regionalen Energieexporte weiter, wie die New York Times berichtete. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. warnte, dass Brent im vierten Quartal 120 US-Dollar pro Barrel überschreiten könnte, falls die Blockade der Straße von Hormus andauert.nytimes+1
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans fiel am Freitag um 2,5 Prozent, während der japanische Nikkei 225 laut Reuters um 2,7 Prozent nachgab. Der südkoreanische Kospi sackte um 5,7 Prozent ab und verzeichnete die fünfte Verlustwoche in Folge. Die Verluste waren so stark, dass automatische Handelsbegrenzungen (Sidecars) ausgelöst wurden. Der Hang Seng in Hongkong fiel um 1,7 Prozent.investinglive+1
Der Ausverkauf an den Aktienmärkten wurde durch Sorgen über das Tempo der Ausgaben für künstliche Intelligenz verstärkt, nachdem Alphabet und Tesla über hohe Kapitalabflüsse für KI-Infrastruktur berichteten. Dies verunsicherte Anleger, die bereits wegen steigender Kreditkosten besorgt waren, zusätzlich.channelnewsasia
Die Rendite der maßgeblichen 10-jährigen US-Staatsanleihe erreichte am Freitag mit 4,7135 Prozent ein Mehr als 18-Monats-Hoch und stieg im Wochenverlauf um fast 16 Basispunkte. Die 30-jährige Rendite hielt sich bei 5,176 Prozent und lag damit nahe ihrem 19-Jahres-Hoch von 5,201 Prozent aus dem Mai. Die Märkte preisen nun eine Chance von etwa eins zu drei für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve bereits in der nächsten Woche ein, was eine drastische Kehrtwende im Vergleich zu vor wenigen Tagen darstellt.cnbc+1
"Die Tatsache, dass sich das Öl seit mehreren Tagen auf diesem höheren Niveau befindet, hat begonnen, sich spürbar auf die Korrelationen zwischen verschiedenen Anlageklassen auszuwirken", sagte Shaniel Ramjee, Co-Leiter für Multi-Asset-Investments bei Pictet Asset Management.channelnewsasia