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wsj.com.reuters.com.finance.yahoo.com+1.Anthropic hat signalisiert, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren bis zu 750 Milliarden Dollar ausgeben könnte, um sich mehr Rechenkapazität zu sichern – eine Zahl, die auch noch in Verhandlung befindliche Verträge umfasst. Das Wall Street Journal News Corp berichtete am Dienstag unter Berufung auf einen neuen Entwurf des Börsenprospekts über diese Summe. Dasselbe Dokument wies für den Hersteller von Claude einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2026 aus, wie Bloomberg meldet. Die Zahlen verdeutlichen die enormen Kosten im KI-Wettlauf. Sie kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Anthropic auf einen der größten Börsengänge der Geschichte vorbereitet.bloomberg.com+1
Das Prospekt beschreibt Vereinbarungen über Rechenleistung im Wert von rund 450 Milliarden Dollar für die nächsten sieben bis zehn Jahre, von denen die meisten nicht kündbar sind, berichtet Bloomberg unter Berufung auf das Journal. Diese Verträge umfassen 111 Milliarden Dollar mit Alphabets Google Cloud, 110 Milliarden Dollar mit Amazons Amazon Web Services und 31 Milliarden Dollar mit Microsoft . Analysten, die die Unterlagen verfolgen, merkten an, dass ein früherer Entwurf die potenziellen Ausgaben für Rechenleistung noch auf etwa 518 Milliarden Dollar bezifferte.finance.yahoo.com+1
Die Ausgaben für Rechenleistung und Infrastruktur erreichten in den sechs Monaten bis zum 30. Juni fast 9 Milliarden Dollar, gegenüber 2,3 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dies übersteigt bereits die 7,3 Milliarden Dollar, die Anthropic im gesamten Jahr 2025 ausgegeben hat, so Bloomberg. Dennoch deutet das Dokument darauf hin, dass die Kapazitäten knapp bleiben. Anthropic kämpft darum, genügend Ressourcen von Cloud-Anbietern zu erhalten, die das Unternehmen zunehmend als Konkurrenten statt als Kunden betrachten, und sorgt sich zudem um die begrenzte Betriebshistorie der genutzten Drittanbieter-Rechenzentren, berichtet TechCrunch.techcrunch.com+1
Der Großteil des Verlusts im ersten Halbjahr, etwa 72 Milliarden Dollar, resultierte aus buchhalterischen Belastungen im Zusammenhang mit Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die Anthropic zur Kapitalbeschaffung ausgegeben hatte, berichtet Reuters. Der Verlust im Vorjahr lag bei 13 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg von 1,1 Milliarden Dollar auf 16,3 Milliarden Dollar. Reuters teilte mit, dass Anthropic auf eine Anfrage um Stellungnahme nicht reagiert habe und der Bericht nicht unabhängig verifiziert werden konnte.reuters.com
Das Dokument weist auch auf eine hohe Kundenkonzentration hin: Zwei Kunden machten etwa ein Fünftel des Umsatzes aus, merkt TechCrunch an. Weitere Risikofaktoren sind laut einem japanischsprachigen Bericht von Bloomberg der politische Widerstand gegen den Bau von Rechenzentren in den USA sowie die Möglichkeit, dass die Modelle ein selbsterhaltendes Verhalten zeigen.newsdig.tbs.co.jp+1
Anthropic strebt einen Aktienverkauf im November an. Einige Investoren, die am Investorentag in der vergangenen Woche teilnahmen, diskutierten eine Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar, was unter den zuvor erwarteten 2 Billionen Dollar liegt, berichtet Reuters. Bei diesem Treffen gab das Unternehmen an, dass der Umsatz im dritten Quartal um 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 16,8 Milliarden Dollar gestiegen sei und das Unternehmen auf bereinigter Basis profitabel sei. Reuters merkt an, dass ein verhaltener Empfang den breiteren KI-Markt vor dem möglichen Börsengang des Konkurrenten OpenAI im nächsten Jahr belasten könnte.reuters.com