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reutersairwaysmag+1euronews+1Europas finanziell schwächere Fluggesellschaften stehen vor der Aussicht auf Insolvenzen und erzwungene Konsolidierungen, da der Krieg im Iran die Kerosinpreise weiter in die Höhe treibt und wichtige Flugkorridore stört. Dies belastet eine Branche, die bereits durch jahrelangen Kostendruck aus der Pandemiezeit gezeichnet ist.
Die International Air Transport Association (IATA) senkte im Juni ihre globale Gewinnprognose für Fluggesellschaften für 2026 auf 23 Milliarden Dollar, gegenüber einer früheren Prognose von 41 Milliarden – etwa die Hälfte der 45 Milliarden Dollar, die die Branche 2025 erwirtschaftete. Die IATA erwartet nun für das Jahr eine Nettogewinnmarge von nur 2,0 %, verglichen mit 4,2 % im Jahr 2025, da die Kerosinkosten auf durchschnittlich 152 Dollar pro Barrel prognostiziert werden, gegenüber 90 Dollar im letzten Jahr.airwaysmag+1
Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete am Mittwoch, dass Analysten bei schwächeren europäischen Fluggesellschaften bis zum nächsten Frühjahr Liquiditätsengpässe sehen, wobei der IATA-Chef warnte, dass anhaltend hohe Treibstoffkosten zu Insolvenzen und Übernahmen führen würden. Ryanair CEO Michael O'Leary warnte im April, dass "zwei oder drei europäische Fluggesellschaften diesen Winter in Konkurs gehen könnten", und nannte Wizz Air als eine der gefährdeten Fluggesellschaften. Ryanair hat etwa 80 % seines Treibstoffbedarfs bis April 2027 zu rund 67 Dollar pro Barrel abgesichert, während die Konkurrenz weiterhin Spotpreisen von über 150 Dollar ausgesetzt ist.reuters+3
Die Ölpreise stiegen am Montag um etwa 10 % – der größte Tagesanstieg seit 2020 –, nachdem Präsident Trump die Wiedereinführung einer US-Marineblockade für den iranischen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus angekündigt hatte. Brent-Rohöl kletterte am Dienstag weiter auf ein Einmonatshoch, wobei Reuters über erneute US-Angriffe auf iranische Militäranlagen berichtete, die den Schutz der kommerziellen Schifffahrt zum Ziel hatten.reuters+3
Der Konflikt, der am 28. Februar begann, hat die Lufthansa Deutsche Lufthansa AG bereits dazu gezwungen, 20.000 Flüge zu streichen, und Air France-KLM sowie andere Fluggesellschaften dazu veranlasst, ihre Flugpläne zu kürzen.npr+1
Steigende Ölpreise befeuern die Sorgen vor einer breiteren Inflation. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen lag am Mittwoch bei 4,56 % und damit deutlich über dem Durchschnitt von Ende Juni von 4,44 %. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 30 % ein, dass die Federal Reserve die Zinsen bei ihrer Sitzung am 28. und 29. Juli anheben wird, mit einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung im September, so Daten der CME Group FedWatch. Der Stratege Ed Yardeni hat argumentiert, dass die Fed möglicherweise bereits im Juli die Zinsen anheben muss, um inmitten der wieder anziehenden Inflation die Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.advisorperspectives+3
"Leider gibt es keine schnelle Lösung, da wir Schäden an der Infrastruktur des Energiesektors im Nahen Osten beobachtet haben", sagte ein Energieanalyst im April gegenüber NPR. "Folglich gehen wir davon aus, dass die Ölpreise für einen längeren Zeitraum erhöht bleiben werden, wahrscheinlich bis zum Jahresende."npr