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insurancejournal+1insurancejournal+1insurancejournalWährend Europa die fünfte Hitzewelle des Jahres 2026 erlebt, sprach das Swiss Re Institute am Dienstag eine Warnung vor den chronischen und potenziell unterschätzten Folgen der steigenden Temperaturen auf dem Kontinent aus. Das Waldbrandrisiko erfordert dabei besondere Aufmerksamkeit von Versicherern und Politikern gleichermaßen.
"Mit zunehmender Hitze in Europa dürften waldbrandfördernde Bedingungen häufiger werden", erklärte das Swiss Re Institute in seinem am 11. August veröffentlichten Bericht. Durch extreme Hitze angefachte Waldbrände in Frankreich, Spanien und Griechenland haben diesen Sommer nach einer vorläufigen Schätzung von AccuWeather Gesamtschäden und wirtschaftliche Verluste von geschätzten 19,1 Milliarden Euro (22 Milliarden Dollar) verursacht. Mehr als 25.000 Menschen sind in Europa dieses Jahr an den Folgen von Hitze gestorben, wie aus von Bloomberg zusammengestellten Daten hervorgeht.insurancejournal+2
Die Brände haben über 1,23 Millionen Acres Land zerstört, hauptsächlich in Spanien, Frankreich und Italien, und Hunderttausende Menschen vertrieben, wie aus einem EU-Bericht vom 6. August hervorgeht, den CNN zitierte. Seit Jahresbeginn wurden in den EU-Ländern 1.254 Waldbrände registriert: mehr als das Doppelte des historischen Durchschnitts von 569.cnn+1
Europas Temperaturen steigen fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Der Kontinent verzeichnet heute 64 % mehr heiße Tage: definiert als Tage mit 30 °C oder mehr: als in den 1950er Jahren, so das Ergebnis des Swiss Re Institute. "Europas jüngste Waldbrände verdeutlichen, wie heißere und trockenere Bedingungen große Waldbrände wahrscheinlicher machen und: da mehr Häuser, Unternehmen und Infrastrukturen in risikogefährdeten Gebieten gebaut werden: auch kostspieliger", sagte Balz Grollimund, Leiter des Bereichs Katastrophenrisiken bei Swiss Re.insurancejournal
Die Warnung erfolgt, obwohl die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2026 bei 42 Milliarden Dollar lagen, was das Swiss Re Institute als "weit unter dem langfristigen Trend" bezeichnete. Der Rückversicherer mahnte jedoch zur Vorsicht: "Ein ruhiges erstes Halbjahr deutet nicht zwangsläufig auf unterdurchschnittliche Jahresschäden hin", und der langfristige Aufwärtstrend bei den versicherten Schäden bleibe intakt.insurancejournal
Der Bericht folgt auf eine Warnung von Munich Re im Juli, die auf die "gefährliche Mischung" aus El Niño und Erderwärmung hinwies. Weltweit sind die versicherten Schäden durch Waldbrände seit 1970 real um rund 12 % pro Jahr gewachsen: schneller als bei jedem anderen großen Wetterrisiko, sagte Grollimund Ende Juli gegenüber Reuters. Europas "umfangreiche Übergangszonen zwischen Siedlungs- und Naturflächen bedeuten, dass ein schweres Feuer in der Nähe dicht besiedelter Gebiete dennoch erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen könnte", so das Swiss Re Institute.reuters+1