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finance.yahoo+1youtube+1srnnewsDie globalen Agrarpreise haben ihren höchsten Stand seit drei Jahren erreicht. Die anhaltende Schließung der Straße von Hormus blockiert geschätzte 3,9 Millionen Tonnen Ureax-Düngemittelexporte aus dem Nahen Osten. Dies verstärkt den Druck durch den erneut aufflammenden Konflikt im Schwarzen Meer und Hitzewellen, die das weltweite Getreideangebot verknappen.finance.yahoo+1
Das International Food Policy Research Institute bezeichnete die anhaltenden Störungen in den Düngemittel-Lieferketten als eine "Betriebsmittelkrise", die zu einer ausgewachsenen Ernährungskrise zu werden droht, insbesondere für ärmere Nationen. Seitdem die Meerenge Ende Februar nach dem Ausbruch des Krieges der USA und Israels mit dem Iran erstmals für die Handelsschifffahrt gesperrt wurde, sind rund 30 % des jährlichen Düngemittelhandels des Nahen Ostens von den Weltmärkten abgeschnitten.cnbc+3
Die Harnstoffpreise (Urea) stiegen in den Wochen nach Beginn des Konflikts um rund 50 % von etwa 480 US-Dollar pro Tonne vor dem Krieg auf rund 700 US-Dollar Mitte März, wie CNBC unter Berufung auf Daten von Oxford Economics berichtete. Die Weltbank dokumentierte zwischen Februar und März einen Anstieg der Harnstoffpreise um 46 % gegenüber dem Vormonat. Obwohl sich die Preise nach dem ersten Schock etwas stabilisierten, belastet die anhaltende Blockade weiterhin die Märkte, da sich die USA und der Iran Mitte Juli erneut Gefechte um die Kontrolle der Wasserstraße lieferten.npr+2
Die Düngemittelkrise ist mit einer erneuten Eskalation im Schwarzen Meer zusammengefallen. Ukrainische Angriffe auf russische Tanker im Asovischen Meer Anfang Juli veranlassten Russland, den Schiffsverkehr auf dem Don vorübergehend einzustellen. Dies bedrohte eine Route, über die fast 25 % der russischen Weizenexporte laufen, wie aus Reuters-Daten hervorgeht, die vom UK Agriculture and Horticulture Development Board zitiert wurden. Eine russische Rakete traf am 19. Juli ein ziviles Getreideschiff und tötete 10 Besatzungsmitglieder. Die Weizen-Futures stiegen aufgrund der Störungen auf ein Zweijahreshoch, während die europäischen Maisernten unter Hitzestress litten, was den Internationalen Getreiderat veranlasste, seine globale Maisprognose für 2026/27 um mehr als 4 % zu senken.ahdb+3
Ein diese Woche veröffentlichter UN-Bericht zur Ernährungssicherheit ergab, dass im Jahr 2025 insgesamt 645 Millionen Menschen von Hunger betroffen waren, und warnte vor einer weiteren Verschlechterung der Lage. In einem Interview mit der Associated Press sagte IFAD-Präsident Alvaro Lario, dass geopolitische Störungen der Schifffahrt und der Energieversorgung, einschließlich der Unsicherheit rund um die Straße von Hormus, dazu führen könnten, dass weitere 9 bis 18 Millionen Menschen von Hunger bedroht sind, wenn die Erschütterungen anhalten. Maximo Torero, Chefökonom der FAO, warnte Anfang des Jahres, dass das Düngemitteldefizit innerhalb von sechs bis zwölf Monaten eine schwere globale Ernährungskrise auslösen könnte. Er wies darauf hin, dass selbst bei einer sofortigen Wiedereröffnung der Meerenge die bereits getroffenen Entscheidungen der Landwirte, weniger anzupflanzen, die Preise hoch halten würden.srnnews+2