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wtvbam+1nationthailandnews.bloomberglaw+1Pierre-Olivier Gourinchas, der scheidende Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, warnte am Freitag, dass die Weltwirtschaft ihre Fähigkeit verliert, zukünftige Schocks abzufedern. Er verwies dabei auf erschöpfte Ölreserven, sich verändernde Handelsbeziehungen durch US-Zölle und eine anhaltende Unsicherheit, die Prognosen ungewöhnlich schwierig macht.
In einem Interview mit Reuters vor seinem Ausscheiden aus dem IWF, um an die University of California, Berkeley, zurückzukehren, sagte Gourinchas, dass die Handelsströme durch die einseitigen Zölle von Präsident Donald Trump auf die meisten Länder eindeutig neu geformt werden – betonte jedoch, dass der US-Dollar der Anker des internationalen Handels, des Bankwesens und der Zentralbankreserven bleibe.wtvbam+1
"Wir sehen sehr, sehr wenig Anzeichen für Bewegungen, die darauf hindeuten würden, dass wir uns von einer auf den Dollar ausgerichteten Welt entfernen. Wir befinden uns sehr fest in einer auf den Dollar ausgerichteten Welt", sagte er. Gleichzeitig argumentierte er, dass die Globalisierung nicht tot sei, sondern "transformiert" werde, wobei Schwellenländer durch eine größere Anpassungsfähigkeit auf der Angebotsseite Resilienz zeigten.barrons+1
Gourinchas verwies auf den Abschluss von Handelsabkommen der Europäischen Union mit Lateinamerika und Indien als Beweis dafür, dass Länder als Reaktion auf den Zolldruck ihre Beziehungen außerhalb der Vereinigten Staaten vertiefen. Er warnte, dass Zölle und Wirtschaftssanktionen oft mit der Zeit an Wirksamkeit verlieren, da sich die betroffenen Nationen anpassen, indem sie neue Wege finden und alternative Partnerschaften aufbauen.nationthailand
Der scheidende Ökonom warnte, dass die strategischen Erdölreserven, die dazu beigetragen hatten, die Auswirkungen des Ölpreises durch den Nahostkonflikt Anfang 2026 zu begrenzen, nun "ziemlich erschöpft" seien. Dies lasse den Ländern weniger Spielraum, falls die Energieversorgung erneut unterbrochen werde. Nur etwa 3 Prozent des weltweiten Ölangebots wurden während des Konflikts letztendlich vom Markt genommen, verglichen mit anfänglichen Schätzungen von 10 bis 15 Prozent, was teilweise auf die Freigabe von Reserven und Anpassungen der Raffinerien zurückzuführen war.nationthailand
Gourinchas räumte ein, dass der IWF 2025 und 2026 kaum historische Präzedenzfälle für die Erstellung glaubwürdiger Basisprognosen hatte, was die Ökonomen dazu zwang, mit Bereichen möglicher Ergebnisse zu arbeiten, anstatt sich auf eine einzige zentrale Prognose zu verlassen. Der Fonds wird am 8. Juli eine neue globale Prognose veröffentlichen.nationthailand
Das Ausscheiden von Gourinchas zum 1. Juli beendet eine vierjährige Amtszeit, die von überlappenden Krisen geprägt war – von der Inflation nach der Pandemie bis hin zu Handelskriegen und bewaffneten Konflikten. Seine letzte öffentliche Botschaft beschrieb die vor uns liegende Herausforderung nicht als unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch, sondern als eine Welt, die schwerer vorhersehbar und schwerer zu stabilisieren ist, in der Resilienz genauso wichtig ist wie Wachstum.news.bloomberglaw+2