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rte+1financialexpressfinancialexpressEuropa steuert mit Gasspeichern, deren Füllstände weit unter den saisonalen Normalwerten liegen, und Großhandelspreisen auf dem höchsten Stand seit Ende 2022 auf den Winter zu. Vor diesem Hintergrund kommen die Finanzminister in Dublin zusammen, um darüber zu beraten, wie Haushalte und Unternehmen vor einem drohenden Preisschock geschützt werden können.
Die europäischen Gasspeicher waren zum 17. September zu rund 69 % gefüllt. Der Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit liegt laut Daten von Gas Infrastructure Europe, die von Reuters zitiert wurden, bei rund 85 %. Besonders besorgniserregend war der Füllstand in Deutschland, der laut Rystad Energy bei rund 55 % lag. Der niederländische TTF-Future, der führende europäische Gas-Benchmark, notierte am 17. September bei rund 81 € pro Megawattstunde: rund 150 % höher als im Vorjahr und auf dem höchsten Stand seit Dezember 2022.financialexpress+1
Die EU-Finanzminister und Notenbankchefs kamen am Freitag im Dublin Castle zu einem informellen ECOFIN-Treffen zusammen. Die Sitzung fand im Rahmen der irischen EU-Ratspräsidentschaft unter dem Vorsitz des irischen Finanzministers Simon Harris statt. An dem zweitägigen Treffen, bei dem es um die Energiekrise, die Instabilität im Nahen Osten und Vorschläge für eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen geht, nahmen unter anderem auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde und IWF-Chefin Kristalina Georgieva teil.rte+2
Es wurde zudem erwartet, dass Stripe-CEO Patrick Collison und der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Pablo Hernández de Cos, Beiträge zu den Themen Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliches Potenzial von KI leisten würden.rte
Griechenland reiste mit fiskalischen Reserven zwischen 130 und 150 Millionen Euro für zusätzliche Entlastungen der Haushalte an, die zu den bereits zugesagten 800 Millionen Euro hinzukommen, wie der griechische öffentlich-rechtliche Sender ERT berichtete. Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schlug vor, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe vorübergehend von 19 % auf 7 % zu senken.tovima
Der Fehlbetrag ist auf ein kaltes Ende des vergangenen Winters zurückzuführen, das die Reserven schneller als üblich schrumpfen ließ, sowie auf die Sperrung der Straße von Hormus Ende Februar, die die LNG-Lieferungen aus dem Nahen Osten nach Europa unterbrach. Vor der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran wurden über diesen Seeweg rund 20 % des weltweiten LNG-Handels abgewickelt. Analysten von Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. schätzten, dass der TTF-Dezemberpreis über 100 € pro MWh steigen müsste, um genügend LNG nach Europa zu locken, während Morgan Stanley je nach Winterverlauf vor einer ähnlichen Schwelle warnte.global-energy-flow+2
Die EU hat ihr verbindliches Speicherziel für den 1. November in diesem Jahr von 90 % auf 80 % gesenkt und damit eingeräumt, wie schwierig die Wiederbefüllung unter den aktuellen Marktbedingungen ist. Doch selbst diese niedrigere Hürde dürfte schwer zu erreichen sein: Tracking-Daten von Mitte September zeigten, dass die Speicher bis zum Stichtag voraussichtlich nur einen Stand von rund 78 % erreichen werden.brusselssignal+1
EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir erklärte gegenüber Reuters, sein Fokus habe sich von den Ölpreisen auf die Gas- und Strompreise verlagert. Untersuchungen der Bank von Italien zeigen, dass Gaspreisschocks eine stärkere und hartnäckigere Inflation verursachen können als Ölpreisschocks. Jack Sharples vom Oxford Institute for Energy Studies warnte, dass selbst ein normaler, kalter Winter die europäischen Speicher „sehr stark leeren“ könnte, was die globalen LNG-Märkte bis weit ins Jahr 2027 hinein belasten dürfte.financialexpress