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investing+1tradingeconomics+1reutersDer Euro setzte am Dienstag seine Verlustserie auf den vierten Tag in Folge fort, belastet durch eine wachsende geldpolitische Kluft zwischen der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve, für die der Markt kurzfristig keine Lösung sieht. Der tägliche Referenzkurs der EZB für den 15. September lag bei 1,1539, was die Position der Währung nahe dem unteren Ende ihrer September-Spanne bestätigt, während EUR/USD im New Yorker Handel bei etwa 1,1538 notierte.ecb.europa+1
Die EZB erhöhte ihren Einlagensatz am 10. September um 25 Basispunkte auf 2,50 %, wirksam ab Mittwoch, dem 16. September. Unter normalen Umständen stützt eine Zinserhöhung die betreffende Währung. Stattdessen ist der Euro seitdem jeden Tag gefallen und hat gegenüber dem Dollar an Boden verloren, während Händler über die EZB-Entscheidung hinaus auf das zweitägige Treffen der Federal Reserve blickten, das am Dienstag beginnt.investing
Eine Mehrheit von 85 % der von Reuters befragten Ökonomen – 86 von 101 – gab an, dass die Fed den Leitzins bei ihrem Treffen am 15. und 16. September um einen Viertelprozentpunkt auf eine Zielspanne von 3,75 % bis 4,00 % anheben werde, die erste Erhöhung seit Juli 2023. Prognosemärkte spiegelten ähnliche Quoten wider, wobei Kalshi eine Anhebung um 25 Basispunkte mit 86 % einpreiste. Das Ergebnis ist eine politische Kluft, die sich am Mittwochmorgen, wenn die EZB-Anhebung in Kraft tritt, von 150 auf 125 Basispunkte verengt, nur um wenige Stunden später, wenn die Fed ihre Entscheidung bekannt gibt, wieder auf 150 Basispunkte zurückzuspringen.reuters+2
Ein schwacher ZEW-Index für die Eurozone erhöhte den Druck. Der Index fiel im September von 31,4 im August auf 25,8, verfehlte die Erwartungen und markierte eine der größten negativen Überraschungen in der Umfrage in diesem Jahr. Die Verschlechterung untergräbt das Wachstumsnarrativ der EZB und wirft Fragen auf, ob die Zentralbank später in diesem Jahr eine weitere Anhebung liefern kann.tradingeconomics+2
Mit einer US-Inflation von 3,4 % und einer Inflation in der Eurozone von 3,3 % stehen beide Volkswirtschaften vor ähnlichem Preisdruck. Dennoch würde der reale Leitzins der Fed nach dem erwarteten Schritt am Mittwoch mit etwa 0,60 Prozentpunkten positiv werden, während der der EZB mit minus 0,80 negativ bliebe – eine Kluft, die Kapital in Richtung auf Dollar lautende Vermögenswerte zieht.investing
Das Währungspaar liegt nun knapp über dem 50 % Fibonacci-Retracement seiner letzten Schwankung bei 1,1533. Ein Bruch unter dieses Niveau würde den Weg in Richtung 1,1491 und potenziell zum Tiefstand von 2026 nahe 1,1355 ebnen. Händler beobachten die Fed-Erklärung und die Pressekonferenz am Mittwoch auf Signale, ob weitere Anhebungen folgen werden. Die Reuters-Umfrage ergab, dass eine Mehrheit der Ökonomen bis Ende März 2027 mit mindestens einer weiteren Erhöhung rechnet. Für den Euro könnte Entlastung weniger davon abhängen, was die EZB als Nächstes tut, sondern vielmehr davon, ob die Fed nach dieser Woche eine Pause einlegt.reuters+1