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reutersreuters+1reuters+1Sechs Monate nachdem US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran die laut der Internationalen Energieagentur (IEA) größte Ölversorgungsstörung der Geschichte auslösten, stammen mehr als 43 % der weltweiten Ölproduktion aus Ländern, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Dies geht aus Reuters-Berechnungen hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden.reuters
Die Analyse, die auf Daten der IEA basiert, ergab, dass die im Iran-Krieg, im Russland-Ukraine-Konflikt, in der anhaltenden Instabilität Libyens und unter US-Beschränkungen für venezolanische Exporte stehenden Länder im Jahr 2025 zusammen rund 45 Millionen Barrel pro Tag produzierten: Dies verdeutlicht die Konzentration globaler Energievorräte in aktiven Kampfgebieten.marketscreener+1
Die größte Einzelstörung geht auf den Krieg unter Beteiligung des Iran zurück, der die Schiffsbewegungen durch die Straße von Hormus einschränkt: Eine Wasserstraße, über die historisch etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert wurde. Analysten schätzen die aktuellen Ölunterbrechungen im Golf auf 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag, obwohl Saudi-Arabien einige Exporte über das Rote Meer umgeleitet hat und andere Golf-Produzenten nach alternativen Routen suchen.firstpost+1
Angriffe im Roten Meer und nahe dem ägyptischen Suezkanal im Juli zeigten, wie schnell sich Risiken über die unmittelbare Konfliktzone hinaus ausbreiten können und nicht nur die Verfügbarkeit von Rohöl, sondern auch dessen Transportfähigkeit bedrohen.economictimes+1
Die Kriege im Golf und in der Ukraine haben zusammen die globale Raffineriekapazität um etwa 10 % verringert, was den Druck auf die Treibstoffmärkte weiter erhöht. Die Ukraine hat russische Raffinerien bis im östlich gelegenen Omsk angegriffen, das etwa 2.700 Kilometer von ukrainisch gehaltenem Territorium entfernt liegt. Dies veranlasste Moskau, angesichts heimischer Treibstoffengpässe den Export von Benzin und Diesel zu verbieten.reuters+1
Der IEA-Ölmarktbericht für August prognostizierte, dass das globale Ölangebot im Jahr 2026 um 4,3 Millionen Barrel pro Tag sinken wird, wobei das Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent die Verluste im Nahen Osten und in Russland nur teilweise ausgleichen kann.iea
Die IEA hat Rekordmengen aus ihren Notfallreserven freigegeben, um den Schock abzufedern, doch diese Freigaben sind nun weitgehend erschöpft, während die weltweiten Bestände weiter fallen. Höhere Treibstoffpreise sind zu einem Haupttreiber der Inflation geworden, was zu erhöhten Kreditkosten beiträgt und dazu führt, dass die Staatsverschuldung der USA die Rekordmarke von 40 Billionen Dollar erreicht hat.marketscreener+1
"Der Spielraum für einen weiteren Schock wird immer kleiner", berichtete Reuters Thomson Reuters Corporation und merkte an, dass die Unterbrechungen frühere Energiekrisen in ihrer Breite und Dauer in den Schatten gestellt haben.reuters