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finance.yahoo+1apnewsreuters+1Der japanische Yen fiel am Mittwoch auf ein neues 40-Jahres-Tief, als eine erneute Konfrontation zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise in die Höhe trieb. Dies versetzte einer Währung, die bereits durch monatelange ungünstige Zinsdifferenzen geschwächt war, einen doppelten Schlag. USD/JPY wurde am 8. Juli laut Daten von Yahoo Finance bei bis zu 162,55 gehandelt, dem schwächsten Stand seit 1986.finance.yahoo
Die Bewegung wurde durch die Erklärung von Präsident Donald Trump ausgelöst, dass ein Waffenstillstand mit dem Iran „vorbei“ sei, gefolgt von US-Angriffen auf mehr als 80 Ziele im Iran und dem Widerruf einer vorübergehenden Ausnahmeregelung für iranisches Öl, so die New York Times und Al Jazeera. Brent-Rohöl stieg am Mittwoch um bis zu 3 Prozent auf den höchsten Stand seit dem 23. Juni.aljazeera+1
Der Öl-Schock erwies sich als besonders schädlich für den Yen. Japan importiert fast seine gesamte Energie, daher verschlechtern höhere Rohölpreise die Handelsbilanz, während der Dollar gleichzeitig von inflationsbedingten Erwartungen profitiert, dass die Federal Reserve die Zinsen stabil halten oder weiter anheben wird. Der Internationale Währungsfonds senkte am Mittwoch seine globale Wachstumsprognose für 2026 auf 3 Prozent unter Verweis auf den Energieschock durch den Iran-Krieg und erwartet nun, dass die Ölpreise in diesem Jahr um fast 32 Prozent steigen werden.apnews+1
Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama hat wiederholt gewarnt, dass Tokio bereit sei zu handeln. Am 3. Juli berichtete Reuters, dass Katayama sagte, Japan stehe in „regelmäßigem Kontakt mit Washington zu Devisenfragen“ und sei weiterhin bereit, den Yen zu stützen. Das Paar hatte Ende Juni bereits 162,84 erreicht, was eine laut Analysten rekordverdächtige Intervention in Höhe von 11,73 Billionen Yen auslöste, die den Absturz jedoch nicht stoppen konnte.matterfact+1
Der Rückgang des Yen erfolgte trotz der Anhebung des Leitzinses durch die Bank of Japan auf 1 Prozent im Juni. CNN berichtete, dass Händler darauf wetten, dass die Fed die Zinsen in den kommenden Monaten beibehalten oder sogar anheben wird, um die Inflation durch den Öl-Schock zu bekämpfen, was eine große Zinslücke aufrechterhält, die Kapital in Richtung Dollar lenkt.mufgresearch+1
Marktteilnehmer betrachten die Zone zwischen 160 und 163 nun als kritisch. Forex.com stellte fest, dass das Paar aufgrund einer „starken Short-Squeeze-Rallye“ in Richtung des Bereichs von 162,50 stieg, während MUFG Research seine Prognose für den Höchststand von USD/JPY nach hinten verschoben hat, aber ein Aufwärtsziel von 165 beibehält. Die Japan Times berichtete, dass Tokio möglicherweise eine leisere Interventionsstrategie verfolgt, wobei das Fehlen klarer Signale die Händler im Ungewissen lässt.japantimes+2
Die Schwäche des Yen tritt auf, obwohl japanische Aktien laut Axios aufgrund von KI-bezogenen Investitionen weiter steigen – eine Divergenz, die unterstreicht, dass das Schicksal der Währung nun fast vollständig von Energiepreisen und globalen Zinserwartungen abhängt.axios