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indexboxindexboxindexboxDer globale Warenhandel ist im ersten Quartal 2026 schneller gewachsen als erwartet. Ein Boom bei Gütern rund um künstliche Intelligenz machte die ersten Auswirkungen des Konflikts am Persischen Golf mehr als wett, wie aus einem am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Bericht der Welthandelsorganisation (WTO) und der UNCTAD hervorgeht.
Das saisonbereinigte globale Warenhandelsvolumen stieg im ersten Quartal um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der US-Dollar-Wert des Handels mit KI-fähigen Gütern im Jahresvergleich um mehr als 40 Prozent zulegte. Die WTO erklärte, dass die Entwicklung die eigene Basisprognose vom März übertroffen habe, die für das Gesamtjahr ein Volumenwachstum von 1,9 Prozent vorausgesagt hatte.indexbox+1
Die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach KI-Infrastruktur trieb die Handelsgewinne an, die sich auf Asien konzentrierten. Die Exporte der Region stiegen mengenmäßig um 12,9 Prozent und die Importe um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, angetrieben vom regionalen Warenverkehr mit KI-Produkten. Exportzuwachse verzeichnete nicht nur China, sondern auch Singapur, Südkorea, Thailand und Chinesisch Taipeh.moneycontrol+1
Büro- und Telekommunikationsgeräte waren wertmäßig die stärkste Produktkategorie mit einem Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von Erzen und anderen Mineralien mit 27 Prozent. Das separate Global Trade Update der UNCTAD vom Juli schätzte, dass der Warenhandel im ersten Halbjahr 2026 rund 13,7 Billionen US-Dollar erreichte, was einem Anstieg von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei legten Halbleiter um 25 Prozent und kritische Mineralien um 38 Prozent zu.unctad+1
Die WTO warnte, dass die Straße von Hormus, die seit Anfang März nach dem Ausbruch des Krieges am Persischen Golf faktisch geschlossen ist, den Handel ab dem zweiten Quartal stärke belasten wird. "Die Auswirkungen der Störung in der Straße von Hormus auf den weltweiten Warenhandel werden sich voraussichtlich vor allem in den Daten ab April 2026 bemerkbar machen", so die WTO.moneycontrol
Die Export- und Importvolumina des Nahen Ostens fielen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 9,7 Prozent bzw. 11,9 Prozent, wobei die weltweiten Rohölimporte aus der Region im März um rund 45 Prozent und die LNG-Importe um 52 Prozent einbrachen. WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala warnte auf einem Forum in Abuja, dass staatliche Reaktionen auf die Hormus-Störungen "den Energie- und Nahrungsmittelpreisdruck auf gefährdete Entwicklungsländer nicht vollständig ausgleichen konnten".nigeriannewsdirect+2
Die WTO erklärte, der weitere Verlauf des Welthandels hänge nun vom Gleichgewicht zwischen anhaltenden KI-getriebenen Investitionen und den sich verschärfenden wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts ab. Eine aktualisierte Handelsprognose ist für Oktober geplant.indexbox+1