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iranintl+1rediffreuters+1Der Preis für WTI-Rohöl brach am Samstag, dem 19. September, ein und fiel unter die Marke von 100 Dollar. Nachlassende Sorgen über Versorgungsengpässe im Nahen Osten und neue diplomatische Signale aus dem Iran drückten die Preise deutlich nach unten. Laut Daten der CME Group schloss der Kontrakt bei rund 95,47 Dollar und setzte damit eine dreitägige Verlustserie fort, die einen Großteil des Anfang des Monats aufgebauten geopolitischen Aufschlags zunichte machte.cmegroup
Der Ausverkauf beschleunigte sich, nachdem Mohsen Rezaei, Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates des Iran, am Samstag erklärte, Teheran habe der US-Regierung über katarische Vermittler sieben Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen zur Beendigung des Krieges übermittelt. „Der Iran hat der US-Regierung 7 Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen mitgeteilt. Teherans Botschaft ist klar und unmissverständlich“, schrieb Rezaei laut Iran International auf X. Bislang wurden nur drei Bedingungen öffentlich bekannt gegeben: ein Ende des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der US-Seeblockade.iranintl+1
Der Preisverfall begann Mitte der Woche, nachdem Saudi-Arabien Maßnahmen zur Wiederherstellung der Kapazität seiner Ost-West-Pipeline ergriffen hatte. Diese war am 11. September nach Drohnenangriffen aus dem Irak abgeschaltet worden. Die 1.200 Kilometer lange Pipeline, die von Saudi Aramco betrieben wird, verbindet das Abqaiq-Ölfeld mit dem Hafen von Yanbu am Roten Meer und ist für die Exportkapazität des Königreichs von entscheidender Bedeutung. Reuters berichtete, dass der Ausfall einen Verlust von bis zu 4 Prozent des weltweiten Ölangebots androhte. Saudi-Arabien strebte eine Wiederherstellung von rund 50 Prozent der Kapazität innerhalb weniger Tage an, wobei die vollständigen Reparaturen in den folgenden sechs Wochen erwartet werden.moneycontrol+3
Zuvor in der Woche hatte WTI über 106 Dollar notiert und Brent hatte sich der Marke von 110 Dollar genähert, was jeweils nahe an den Höchstständen seit Mai lag, nachdem der Pipeline-Ausfall die Störungen auf den Schifffahrtswegen im Golf noch verschärft hatte.moneycontrol
Während die Öffnung eines diplomatischen Kanals zwischen Teheran und Washington über Katar den Märkten Anlass gab, einen Teil der Risikoprämie einzupreisen, warnte Rezaei, dass der Iran „auf einen entscheidenden Krieg vorbereitet“ sei, sollte Trump die Bedingungen ablehnen. Analysten weisen darauf hin, dass WTI bei einem Ausbleiben neuer militärischer Konflikte vor Handelsbeginn am Montag und ohne eine ausdrückliche Ablehnung der Bedingungen durch Washington weiter unter Druck geraten und in Richtung der Unterstützungszone von 90 bis 92 Dollar fallen könnte. Der Widerstand nach oben liegt bei 98 bis 100 Dollar.tradingkey+2
Das breitere Bild an den Rohstoffmärkten wird zudem vom US-China-Gipfel in der nächsten Woche geprägt, bei dem Xi Jinping am 24. September Washington besuchen soll. US-Finanzminister Bessent beabsichtigt Berichten zufolge, die Sanktionen gegen den Iran gegenüber seinen chinesischen Amtskollegen anzusprechen. Da China weiterhin der größte Abnehmer von iranischem Rohöl ist, erhält das Treffen neben den handelspolitischen Auswirkungen eine direkte Dimension für den Ölmarkt.moneycontrol