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keyt.keyt.morningstar+1.Die Wall Street bereitet sich auf den erwarteten Börsengang von Anthropic vor, der bereits im November stattfinden könnte. CNN bezeichnete den Deal als wichtigen Test dafür, wie groß das Interesse der Anleger an einem der führenden Unternehmen der KI-Branche ist. Das Wall Street Journal News Corp berichtete, dass das Unternehmen bei einer Bewertung von rund 2 Billionen Dollar bis zu 100 Milliarden Dollar einsammeln könnte. Damit würde es zu den zehn wertvollsten Unternehmen der Welt gehören.keyt
Der Zeitpunkt ist ungünstig. Die Anleiherenditen steigen, der IPO-Markt kühlt sich ab und Unternehmen wie Oura und Holtec haben ihre geplanten Börsendebüts zurückgezogen. Zudem überschatten Fragen zur KI-Sicherheit, auch von Anthropics eigenem CEO, den Deal.morningstar+1
Anthropic gab im Juni bekannt, vertraulich einen Antrag auf einen Börsengang eingereicht zu haben. Morningstar berichtete, dass das Unternehmen zunächst den Oktober anvisiert hatte, bevor der Börsengang auf November verschoben wurde. Ein Emissionsvolumen von 100 Milliarden Dollar würde den bisher größten Börsengang von SpaceX übertreffen, bei dem rund 86 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar erzielt wurden. „Es ist gut möglich, dass sie in etwa einem Monat auf dem zweiten Platz liegen“, sagte Jay Ritter, emeritierter Professor an der University of Florida, gegenüber CNN.keyt+1
Reuters erhielt letzte Woche Einblick in eine Kopie des noch unveröffentlichten Prospekts. Dem Bericht zufolge warnt das Dokument davor, dass das KI-Modell des Unternehmens ein „katastrophales oder existenzielles Risiko für die Menschheit“ darstellen könnte. Anthropic verzeichnete im Jahr 2025 einen Verlust von 42 Milliarden Dollar und plant laut Reuters, in den kommenden Jahren mehr als 500 Milliarden Dollar für Rechenleistung und Infrastruktur auszugeben. Die Financial Times berichtete, das Unternehmen habe Investoren mitgeteilt, dass es in diesem Jahr das zweite Quartal in Folge profitabel sein werde.keyt
Die Rufe nach Vorsicht sind in den letzten Wochen lauter geworden. Ehemalige Mitarbeiter und CEO Dario Amodei haben Sicherheitsbedenken geäußert, und führende Köpfe der Tech-Branche, darunter Amodei, haben letzte Woche im Weißen Haus ein Abkommen zur „Selbstregulierung“ der KI-Entwicklung unterzeichnet. OpenAI hat erklärt, mit dem Börsengang bis zum nächsten Jahr zu warten. CNN berichtete, dass Sicherheitsbedenken der Grund für die Verzögerung waren.morningstar+1
Laut Renaissance Capital gingen im dritten Quartal nur 32 Unternehmen an die Börse, so wenige wie seit Anfang 2024 nicht mehr. Ohne den US-Börsengang des Chipherstellers SK Hynix brachten diese Deals nur 8,9 Milliarden Dollar ein. Oura verschob seinen 2-Milliarden-Dollar-Börsengang mit der Begründung, es gebe eine „Unsicherheit auf dem IPO-Markt“. Auch SB Energy, NScale und Holtec haben Berichten zufolge ihre Börsengänge verschoben. Die Renditen von US-Staatsanleihen sind auf über 5 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit Jahrzehnten.morningstar
„Wir haben steigende Zinsen. Wir haben den Krieg im Iran. Wir haben eine insgesamt schwächere Wirtschaft außerhalb des KI-Sektors“, sagte Heath Terry, Leiter der KI-Investmentforschung bei Citi Citigroup Inc. . Auf der anderen Seite notiert der Nasdaq Composite nahe einem Rekordhoch, was einen Tech-Börsengang begünstigt.keyt
Angelo Zino von CFRA Research erwartet „eine sehr starke Nachfrage nach Anthropic“. Ritter äußerte sich zurückhaltender: „Wenn das Unternehmen sein Geschäftsmodell erfolgreich umsetzt, wird es ihm gut gehen. Aber wie man weiß, klappt es oft genug eben nicht“.keyt