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aljazeera+1reutersfragomen+1Nur neun Tage vor dem Eröffnungsspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wurden die Vorbereitungen mehrerer Nationalmannschaften nicht durch Verletzungen oder Taktik, sondern durch Reisedokumente gestört. Südafrika, die Schweiz und Haiti stießen alle auf Visum- oder Einreiseprobleme, als sie versuchten, die drei Gastgeberländer des Turniers zu erreichen.
Südafrikas Bafana Bafana sollten am Sonntag von Johannesburg zu ihrem Trainingslager im mexikanischen Pachuca aufbrechen, wurden jedoch am Boden gehalten, nachdem Visakomplikationen laut der South African Broadcasting Corporation mindestens 20 Mitglieder der Reisegruppe betrafen. Der südafrikanische Fußballverband bestätigte, dass die Mannschaft „Herausforderungen bei den Visa für einige Spieler und Offizielle erlebte“ und teilte mit, dass technischen Mitarbeitern die Visa verweigert wurden.espn
Nachdem der Sportminister des Teams von einem „Debakel“ sprach, das Südafrika „wie Narren aussehen ließ“, unternahm der südafrikanische Fußballverband (SAFA) Notfallbemühungen mit der US-Botschaft in Johannesburg, um die ausstehenden Dokumente zu klären. Die Mannschaft reiste am Montag nach Pachuca ab, obwohl berichtet wurde, dass Trainer Hugo Broos noch immer auf ein US-Visum wartete. Südafrika benötigt eine US-Einreisegenehmigung, da ihr Spielplan in der Gruppenphase Reisen über die Grenze erfordert. Ihr Eröffnungsspiel gegen den Mitgastgeber Mexiko im Estadio Azteca ist für den 11. Juni angesetzt.aljazeera+4
Die Schweizer Mannschaft flog am Dienstag ohne Stürmer Breel Embolo nach Los Angeles, nachdem sein elektronisches System zur Reisegenehmigung (ESTA) unerwartet überprüft wurde. Der Schweizerische Fußballverband teilte mit, dass sein ESTA am Morgen noch gültig gewesen sei, bevor die Entscheidung um 10:30 Uhr Ortszeit rückgängig gemacht wurde. Reuters berichtete, dass die Überprüfung mit einem Schweizer Gerichtsurteil im Zusammenhang mit einem Vorfall in Basel aus dem Jahr 2018 zusammenhing, das vor neun Monaten rechtskräftig wurde. Embolo, der in Kamerun geboren wurde und in 86 Länderspielen 24 Tore erzielte, spielt für Rennes in Frankreich. Der Verband äußerte sich zuversichtlich, dass er innerhalb eines Tages oder zwei zur Mannschaft stoßen werde.bbc+3
In einer hoffnungsvolleren Entwicklung erteilte die US-Regierung am Dienstag ein Visum für Woodensky Pierre, den 21-jährigen defensiven Mittelfeldspieler, der als einziges Mitglied des haitianischen WM-Kaders noch in dem karibischen Land lebt. Pierre hatte auf einem Kunstrasenplatz in Pétion-Ville, einem gehobenen Viertel von Port-au-Prince, trainiert, während er auf die Genehmigung wartete. Haiti gehört zu den 19 Ländern, die unter den von der Trump-Administration erlassenen Exekutivanordnungen einer vollständigen US-Visumsperre unterliegen, obwohl eine Ausnahmeregelung für WM-Athleten, Trainer und essentielles Unterstützungspersonal gilt. Pierre wird nach Florida reisen, um sich seinen Teamkollegen anzuschließen.fragomen+3
Die Komplikationen spiegeln die breitere Herausforderung wider, ein globales Turnier mit 48 Mannschaften vor dem Hintergrund erweiterter US-Reisebeschränkungen auszurichten. Auch der Iran sah sich mit Hürden konfrontiert, wobei mexikanische Beamte nach diplomatischen Interventionen die Visumverfahren für ihre Delegation vereinfachten. Die FIFA und das US-Außenministerium haben Programme wie das FIFA Priority Appointment Scheduling System und Visum-Bürgschaftsverzichtserklärungen für Ticketinhaber geschaffen, aber die Erfahrungen von Südafrika, der Schweiz und Haiti deuten darauf hin, dass logistische Reibungen ein anhaltendes Problem bleiben, während der Anpfiff näher rückt.espn+2