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jamaica-gleaner+1.jamaica-gleaner+2.royal+1.jamaica-gleaner.jamaica-gleaner+2.Eine Sammlung von Porträts zu Ehren der Windrush-Generation wird in einem britischen Regierungsministerium ausgestellt, nachdem eine ähnliche Ausstellung auf dem Brixton's Windrush Square im Juli 2025 Ziel von Vandalismus wurde. Dabei wurden 20 Porträts schwer zerkratzt und beschädigt, was zur Festnahme eines 24-jährigen Mannes führte, bei dem die Polizei erklärte, er sei nicht durch Rassenhass motiviert gewesen.
Im Jahr 2022 gab König Charles III. (damals Prince of Wales) zehn Porträts von Pionieren der Windrush-Generation in Auftrag, um an den 75. Jahrestag der Ankunft der HMT Empire Windrush in Großbritannien im Jahr 1948 zu erinnern. Die Porträts, die Teil der Royal Collection wurden, wurden von führenden schwarzen Künstlern geschaffen, die persönlich von Seiner Majestät ausgewählt wurden, um die Beiträge der karibischen Migranten zu würdigen, die beim Wiederaufbau des Nachkriegs-Großbritanniens halfen.rct+1
Die Dargestellten wurden von einem Windrush-Porträtkomitee unter dem Vorsitz von Baroness Floella Benjamin, zu dem auch Paulette Simpson, Rudolph Walker und Bischof Rose Hudson-Wilkin gehörten, aus ganz Großbritannien ausgewählt. Die Sammlung umfasst bedeutende Persönlichkeiten wie Alford Gardner (gemalt von Chloe Cox), Carmen Munroe OBE (von Sonia Boyce) und Edna Henry (von Amy Sherald). Die Ausstellung wurde erstmals im Juni 2023 im Palace of Holyroodhouse in Edinburgh gezeigt, zog später in die National Portrait Gallery in London um und tourt weiterhin durch Großbritannien, zuletzt von Mai bis August 2024 in der Royal West of England Academy in Bristol.rct+5
Die Ausstellung "Windrush Untold Stories" auf dem Brixton's Windrush Square wurde am 3. Juli 2025 verwüstet, wobei alle 20 Porträtfotos mit einem scharfen Gegenstand zerschnitten und mit grüner Farbe beschmiert wurden. Die Ausstellung, die das Erbe der Windrush-Generation feierte und ursprünglich bis zum 10. Juli laufen sollte, war erst wenige Tage zuvor während des Big Caribbean Lunch am Windrush Day (22. Juni) installiert worden. Nach dem Vorfall nahm die Metropolitan Police am 5. Juli einen 24-jährigen Mann wegen des Verdachts auf Vandalismus fest und fügte später Anklagen wegen rassistisch motivierter Sachbeschädigung hinzu.news.yahoo+4
Während Organisatoren wie Ros Griffiths, Vorsitzende der Friends of Windrush Square, den Angriff als "offenkundigen Akt von Rassenhass" bezeichneten, der "erhebliche Not" in der Gemeinschaft verursachte, erklärte die Polizei kontrovers, sie glaube nicht, dass der Vorfall rassistisch motiviert gewesen sei. Die beschädigte Ausstellung wurde anschließend restauriert und mit neuen Drucken von Photofusion wieder installiert, wobei die Laufzeit bis zum 24. Juli verlängert wurde. Eine Crowdfunding-Kampagne zur Deckung der Restaurierungskosten von 15.000 £ hatte bis Mitte Juli über 7.625 £ eingebracht.theartnewspaper+5
Sonia Boyce OBE RA, eine 1962 in London geborene afro-karibische Künstlerin, gehörte zu den zehn renommierten Künstlern, die von König Charles III. beauftragt wurden, Porträts für die Windrush-Ausstellung zu erstellen. Ihr Beitrag war ein Porträt von Carmen Esme Munroe OBE, die nach ihrer Ankunft in England 1951 Schauspielunterricht nahm und später zu einer Pionierin der britischen Unterhaltungsbranche wurde. Boyces künstlerische Praxis, die sich über drei Jahrzehnte erstreckt, erforscht "die Beziehung zwischen Klang und Erinnerung, die Dynamik des Raums und die Einbeziehung des Zuschauers", was ihre Auswahl für dieses bedeutende kulturelle Projekt besonders passend macht.npg+2
Im Laufe ihrer Karriere hat sich Boyce auf die Erfahrungen schwarzer Frauen in der weißen Gesellschaft konzentriert und untersucht, wie Religion, Politik und Sexualität diese Erfahrungen prägen. Sie nennt Frida Kahlo als frühen Einfluss und ihre Arbeit greift oft Karikaturen auf und stellt Stereotypen in Frage. Als Lehrstuhlinhaberin für Black Art and Design an der University of the Arts London repräsentiert Boyces Beteiligung an der Windrush-Porträtserie nicht nur ihre künstlerische Bedeutung, sondern auch ihr Engagement, vielfältige Stimmen im britischen Kulturerbe hervorzuheben. Ihre Werke sind in renommierten Institutionen wie der Tate Modern und dem Victoria and Albert Museum ausgestellt.royal+1