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bloombergtheedgemalaysiaieaDer Präsident der Weltbankgruppe, Ajay Banga, sagte am Mittwoch, dass Rechenzentren in Schwellenländern kaum Fuß fassen werden. Er argumentierte, dass Entwicklungsländer es sich nicht leisten könnten, knappe Energieressourcen für die Stromversorgung von Infrastruktur für künstliche Intelligenz abzuzweigen.
"Schwellenländer haben nicht viele dieser Rechenzentren, und sie werden auch nicht kommen, glauben Sie mir", sagte Banga während eines Bloomberg Green Panels auf der Climate Week NYC. "Man braucht Rechenleistung. Jede Menge davon. Man braucht Strom. Jede Menge davon. Mehr als das, was selbst die entwickelte Welt teilweise hat, geschweige denn diese Entwicklungsländer."theedgemalaysia+1
Bangas Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die weltweite Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten durch den KI-Boom stark ansteigt. Die Internationale Energieagentur prognostizierte in einem Bericht vom August, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren von etwa 485 TWh im Jahr 2025 auf rund 950 TWh bis 2030 mehr als verdoppeln wird, was etwa 3 % des weltweiten Strombedarfs entspricht. Dieses Wachstum konzentriert sich überwiegend auf die Vereinigten Staaten, China und Europa.iea+2
Für viele Entwicklungsländer, die bereits Schwierigkeiten haben, ihre Bevölkerung zuverlässig mit Strom zu versorgen, stellt die Aussicht auf energiehungrige Serverfarmen einen akuten Zielkonflikt dar. Banga wies auf die gesamte Palette der Anforderungen hin, die über die reine Energieversorgung hinausgehen. "Man braucht Daten, jede Menge davon, die frei fließen, und man braucht Leute, die verstehen, wie man das nutzt", sagte er. "Zusätzlich zu dem Kapital, das man benötigt, um diese aufzubauen. Es gibt nur sehr wenige Schwellenländer, die das haben."theedgemalaysia
Die Kommentare unterstreichen die wachsende Sorge, dass der KI-Infrastrukturboom die Kluft zwischen wohlhabenden und Entwicklungsländern vertiefen könnte. Während große Technologieunternehmen zig Milliarden Dollar in den Bau von Rechenzentren in Nordamerika und Europa investieren, laufen Schwellenländer Gefahr, im Rennen um die Nutzung von KI weiter abgehängt zu werden.
Die Climate Week NYC, die vom 20. bis 27. September in New York stattfindet, bot ausführliche Diskussionen über die ökologischen Auswirkungen von Rechenzentren. US-Bürgermeister haben sich für nachhaltige Standards bei Rechenzentren eingesetzt, und das Energieministerium hat die Herausforderung hervorgehoben, die konzentrierte Nachfrage von KI-Anlagen mit sauberen Energiequellen zu decken. Bangas deutliche Einschätzung verleiht dieser Debatte eine entwicklungspolitische Dimension und legt nahe, dass die physische Infrastruktur des KI-Zeitalters fest in den reichsten Volkswirtschaften der Welt verankert bleiben wird.c40+2