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japantimes+1apnews+1reuters+1Die Welt hat es geschafft, den Ausfall von mehr als einer Milliarde Barrel Ölversorgung seit Beginn des Irankriegs Ende Februar zu verkraften, doch geleerte strategische Reserven und das Fehlen eines dauerhaften Friedensabkommens halten die Energiemärkte in Atem, so eine am Sonntag veröffentlichte Analyse von Reuters .japantimes+1
Der viermonatige Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran schuf die größte Energieunterbrechung der Geschichte, so die Internationale Energieagentur. Auf dem Höhepunkt erreichten die Versorgungsverluste 14 Millionen Barrel pro Tag, nachdem Teheran die Straße von Hormus als Reaktion auf die am 28. Februar gestarteten US-amerikanischen und israelischen Angriffe drosselte. Die Meerenge, über die etwa 20 Prozent der weltweiten Erdölversorgung abgewickelt werden, war von Anfang März bis zur Unterzeichnung einer vorläufigen Absichtserklärung am 17. Juni weitgehend geschlossen.reuters+2
Die Weltwirtschaft vermied das schlimmste Szenario durch eine beispiellose Kombination aus der Freigabe strategischer Erdölreserven – die IEA koordinierte einen Abbau von 400 Millionen Barrel aus ihren 32 Mitgliedsländern – sowie der Aufhebung von Beschränkungen für russische Ölkäufe und der Nutzung freier Pipelinekapazitäten, um den Golf zu umgehen. Analysten haben ihre Prognosen für Brent-Rohöl für 2026 seitdem auf durchschnittlich 84,50 US-Dollar pro Barrel gesenkt, gegenüber 90,44 US-Dollar im Mai, da die Wiedereröffnung der Meerenge die unmittelbaren Versorgungssorgen linderte.reuters+1
Das Abkommen vom 17. Juni, das nach einem Treffen zwischen Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Schloss von Versailles elektronisch unterzeichnet wurde, forderte die sofortige Beendigung der militärischen Operationen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Das US-Finanzministerium erteilte daraufhin eine zweimonatige Lizenz, die es dem Iran erlaubt, Öl zu produzieren und zu verkaufen, ohne dass Käufer mit Strafen rechnen müssen.apnews+3
Doch das Abkommen vertagte die schwierigsten Fragen – einschließlich des iranischen Atomprogramms, seines ballistischen Raketenarsenals und der künftigen Verwaltung der Meerenge – auf ein 60-tägiges Verhandlungsfenster, das sich nun seinem Mittelpunkt nähert. Die Gespräche wurden letzte Woche in Doha fortgesetzt, wobei Katar von „positiven Fortschritten“ berichtete, obwohl es keine Anzeichen dafür gab, dass die Seiten Fortschritte in Richtung eines dauerhaften Friedens gemacht hätten.hklaw+3
Da die strategischen Erdölreserven auf historisch niedrige Niveaus gesunken sind und die OPEC+ sich darauf vorbereitet, die Produktionsziele ab August zu erhöhen, ist der Puffer für zukünftige Störungen erheblich geschrumpft. Die Ölpreise fielen letzte Woche aufgrund des Optimismus hinsichtlich der Doha-Gespräche auf ein Viermonatstief, wobei Brent bei etwa 70 US-Dollar pro Barrel schloss. Analysten warnen jedoch, dass bis zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung das Risiko erneuter Störungen der Schifffahrtswege und der Energieinfrastruktur erhöht bleibt – und die Welt hat jetzt weitaus weniger Spielraum, um einen weiteren Schock zu absorbieren.reuters+3