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thenationalnews+1thenationalnewsthenationalnewsDie geopolitische Unsicherheit durch den anhaltenden Krieg im Nahen Osten stellt das größte Risiko für die Weltwirtschaft dar und übertrifft bei weitem die Sorgen um Vermögensblasen oder Handelsstörungen, so der am Dienstag auf den Sustainable Development Impact Meetings in New York veröffentlichte Chief Economists' Outlook des Weltwirtschaftsforums (WEF).thenationalnews+1
Siebenundneunzig Prozent der vom WEF befragten Chefökonomen nannten den Nahostkonflikt, der nun in den siebten Monat geht, als ernsthafte Bedrohung für das Wirtschaftswachstum in den nächsten 12 Monaten. Die anhaltenden Angriffe Irans auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus – einer Wasserstraße, über die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasversorgung abgewickelt wird – haben den Schiffsverkehr auf eines der niedrigsten Niveaus seit Beginn des Konflikts gedrückt. Allein Ende August bedrohte Teheran 46 Handelsschiffe, die die Meerenge passierten.thenationalnews
Die Störungen wirken sich auf die globalen Energiemärkte aus. Strategen der Societe Generale Société Générale S.A. warnten diese Woche, dass sich die Märkte für Ölprodukte von "angespannt" zu "kritisch" entwickelt hätten, und verwiesen auf Pipeline-Störungen, Ausfälle in russischen Raffinerien, gestiegene Frachtkosten und niedrige Lagerbestände. Die Frachtraten sind auf einigen wichtigen Schifffahrtsrouten um das Zehnfache gestiegen, was sich auf die Endverbraucherpreise auswirkt. Die Bank warnte, dass der Preis für Brent-Rohöl bei anhaltenden militärischen Spannungen 150 Dollar pro Barrel übersteigen könnte.fxstreet
Der WEF-Bericht ergab, dass 58 Prozent der Befragten eine Korrektur der Vermögenspreise als Bedrohung einstuften, während 42 Prozent Handels- und Investitionsbeschränkungen nannten. Durch Krieg bedingte Energieschocks wurden von 39 Prozent genannt, Lieferkettenprobleme von 17 Prozent.thenationalnews
Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte im Juli seine Wachstumsprognose für den Nahen Osten und Zentralasien für 2026 auf 0,7 Prozent, eine Herabstufung um 1,2 Prozentpunkte gegenüber April, aufgrund der Folgen der Störungen in der Straße von Hormus. Der IWF erwartet für 2027 eine Erholung auf 6,5 Prozent.thenationalnews+1
Die Wirtschaft Saudi-Arabiens schrumpfte im zweiten Quartal um 4,8 Prozent, wobei die Ölaktivitäten um 24,7 Prozent zurückgingen, so das WEF. Die iranische Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich um 5,4 Prozent schrumpfen, wobei das Land im August eine Inflationsrate von 84,4 Prozent verzeichnete.thenationalnews
Trotz der düsteren Kulisse fiel die September-Umfrage des WEF etwas stabiler aus als die Ausgabe vom Mai. Etwa 57 Prozent der Chefökonomen erwarten nun ein moderates oder stärkeres Wachstum im Nahen Osten und Nordafrika in den nächsten 12 Monaten, gegenüber nur 12 Prozent im Mai. Auch die Inflationserwartungen haben sich abgeschwächt: 62 Prozent rechnen mit einer moderaten Inflation, verglichen mit 55 Prozent, die in der vorherigen Umfrage eine hohe oder sehr hohe Inflation erwarteten.weforum+1
Über den Nahen Osten hinaus wies der Bericht auf eskalierende Angriffe der Ukraine und Russlands auf Schwarzmeerhäfen hin, die die weltweiten Getreideexporte in diesem Jahr um bis zu 17 Prozent reduzieren könnten. Das WEF kam zu dem Schluss, dass der "breitere Ausblick weiterhin empfindlich auf Störungen der Energieproduktion und der Transportströme reagiert".thenationalnews