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bloomberg.ttnews.freemalaysiatoday.Die Chefs des weltweit größten Ölexporteurs und des größten unabhängigen Ölhandelsunternehmens nutzten ihre Auftritte in London diese Woche für dieselbe Warnung: Nach mehr als sieben Monaten Krieg mit dem Iran hat die Welt den Großteil ihrer überschüssigen Ölreserven aufgebraucht. Saudi Aramco-CEO Amin Nasser sagte am Montag, dass das globale "Versorgungspolster beängstigend dünn" sei. Am Dienstag erklärte Vitol Group-CEO Russell Hardy, dass die westlichen Vorräte erschöpft seien und die Kraftstoffmärkte wahrscheinlich bis in den Winter hinein angespannt bleiben würden.bloomberg+1
Beide sprachen auf dem Energy Intelligence Forum in London. Ihre Äußerungen kamen Tage, nachdem die G7-Staaten in Zusammenarbeit mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbart hatten, 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl freizugeben, um die Kraftstoffpreise zu senken.freemalaysiatoday
Nasser sagte, die Welt sei mit fast 10 Milliarden Barrel Öl in den Speichern in die Krise gegangen, und es seien weniger als 6 Milliarden Barrel an kommerziellen Vorräten übrig. Er fügte hinzu, dass weniger als 10 % des verbleibenden Bestands aufgrund technischer Grenzen tatsächlich nutzbar seien. Ein Großteil dessen, was Länder als Reserven melden, sei das Mindestvolumen, das zum Betrieb der Infrastruktur erforderlich sei, sagte er. "Deshalb haben sie mit 100 Millionen Barrel zu kämpfen", fügte er hinzu.ttnews+2
"Bis Hormus vollständig wiedereröffnet ist und das Vertrauen zurückkehrt, ist die bittere Realität, dass der Druck an beiden Enden des Fasses zunehmen wird", sagte Nasser. Er merkte an, dass die Preise für raffinierte Kraftstoffe schneller gestiegen seien als die für Rohöl. "Notreserven könnten uns einen Winter lang helfen. Sie können das langfristige Angebot nicht sichern", sagte er. Laut dem Telegraph bezeichnete er die kommerziellen Lagerbestände an Land als das "letzte große Werkzeug im Kasten".freemalaysiatoday+3
Nasser sagte, dass selbst nach der Wiedereröffnung der Straße von Hormus der Wiederaufbau der Vorräte bis zu zwei Jahre dauern könnte. Die Wiederauffüllung würde die Nachfrage um mindestens 2 Millionen Barrel pro Tag erhöhen. Er sagte, die Upstream-Kapazität von Aramco sei unbeschädigt. Das Unternehmen prüfe alternative Exportrouten und studiere Pläne zur Verdopplung oder Verdreifachung seiner Lagerkapazität.ft+1
Hardy war noch direkter. "Es gibt im Westen keine Vorräte mehr zu leeren", sagte er am Dienstag auf dem Forum, laut Bloomberg. "Wir haben die verfügbaren Bestände geleert".bloomberg
Seine Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Heizöl zu steigen beginnt. Argus berichtete, dass die Bestände an schwefelarmem Destillat in der Region New York in der Woche bis zum 25. September auf 8,9 Millionen Barrel gefallen sind. Das ist der niedrigste Stand seit mehr als vier Jahren und mehr als 37 % unter dem Vorjahreswert.argusmedia
Hardy hatte den Engpass bereits im April vorhergesagt. Auf dem FT Commodities Global Summit in Lausanne schätzte er, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar etwa 12 Millionen Barrel pro Tag an Angebot verloren gegangen seien. Er sagte, die kumulativen Produktionsverluste würden etwa 1 Milliarde Barrel erreichen, selbst wenn Hormus bald wiedereröffnet würde. "Wir haben uns Angebot geliehen", sagte er damals.subscriber.politicopro+1
Seitdem ist ein Teil des Angebots zurückgekehrt. Kpler-Daten zeigen, dass die Ölexporte aus dem Nahen Osten, ohne den Iran, in der vergangenen Woche trotz der Angriffe auf Schiffe in der Meerenge über das Vorkriegsniveau gestiegen sind. Beide Führungskräfte sagten jedoch, dass diese Erholung nicht ausgereicht habe, um die durch den Krieg aufgebrauchten Bestände wieder aufzubauen.freemalaysiatoday