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bloomingbit+1mastercard+1reuters+1Visa sucht nach einem neuen Partner für Stablecoin-Zahlungen und -Abwicklungen, nachdem der bisherige Partner BVNK vom Konkurrenten Mastercard übernommen wurde. Das berichtet CoinDesk unter Berufung auf eigene Informationen vom Montag.bloomingbit+1
Der Zahlungsriese hat kürzlich eine Ausschreibung gestartet, um einen Partner für Stablecoin-Zahlungen und den außerbörslichen Handel (OTC) zu finden, der über Lizenzen für den Handel mit digitalen Vermögenswerten in den USA, Kanada, Großbritannien und Singapur verfügt, so CoinDesk. Der Partner soll die Abwicklung für das Stablecoin-Projekt Open USD übernehmen und den Umtausch zwischen verschiedenen Stablecoins unterstützen.cryptonomist+1
Die Suche ist eine direkte Folge der abgeschlossenen Übernahme des in London ansässigen Unternehmens BVNK durch Mastercard, die am 3. August für bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar (einschließlich 300 Millionen US-Dollar an erfolgsabhängigen Zahlungen) vollzogen wurde. BVNK hatte seit Anfang des Jahres Stablecoin-Zahlungen für Visa Direct, das Echtzeit-Zahlungsnetzwerk von Visa, abgewickelt. Der Deal von Mastercard hat Visas Infrastrukturpartner praktisch vom Spielfeld genommen.mastercard+2
Der Kreis der Kandidaten ist bewusst klein gehalten. Visas Vorgabe, dass ein Partner gleichzeitig Krypto-Handelslizenzen in allen vier Ländern besitzen muss, schließt die meisten Bewerber aus. Das Unternehmen prüft derzeit gezielt Firmen, die diese Bedingungen erfüllen. Visa lehnte eine Stellungnahme zu der Suche ab.bloomingbit+1
Der neue Partner wird eine zentrale Rolle beim Projekt Open USD spielen. Dabei handelt es sich um eine Stablecoin-Initiative, die am 30. Juni von einem Konsortium namens Open Standard ins Leben gerufen wurde, dem unter anderem Visa, Mastercard, Stripe, Coinbase , BlackRock und mehr als 140 weitere Unternehmen angehören. Open USD, ein an den US-Dollar gekoppelter Token, der noch in diesem Jahr auf der Solana-Blockchain an den Start gehen soll, verspricht eine kostenlose Ausgabe und Rücknahme bei gemeinsamer Verwaltung durch die Partner.reuters+2
Visa hatte sich bereits auf diesen Moment vorbereitet. Im Juli brachte das Unternehmen die Visa Stablecoin Platform auf den Markt: einen Service für Unternehmen, der es Institutionen ermöglicht, Stablecoins auszugeben, zu verwahren, zu übertragen und zurückzuzahlen, wobei Open USD als erster unterstützter Token dient.coindesk
Die Dringlichkeit von Visas Suche verdeutlicht, wie schnell sich Stablecoins von einer experimentellen Technologie zu einer tragenden Säule der Zahlungsinfrastruktur entwickelt haben. Die 1,1 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Stablecoin-Unternehmens Bridge durch Stripe Ende 2024 setzte beide Kreditkartennetzwerke frühzeitig unter Zugzwang. Mastercard reagierte mit dem im März angekündigten BVNK-Deal, während Visa sich dafür entschied, eine eigene Plattform aufzubauen und nach lizenzierten Partnern zu suchen, anstatt ein Unternehmen direkt zu übernehmen. Der gesamte Stablecoin-Markt beläuft sich laut von Branchenbeobachtern zitierten CoinGecko-Daten mittlerweile auf rund 300 Milliarden US-Dollar. Damit ist die Abwicklungsebene hinter diesen Token zu einem der am härtesten umkämpften Bereiche im Zahlungsverkehr geworden.cnbc+2