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aljazeera+1bbc+1politicoFIFA-Präsident Gianni Infantino hat die wachsende Kritik an den Visakontroversen rund um die Weltmeisterschaft 2026 zurückgewiesen. Er riet Reportern, sich zu "entspannen", und betonte, dass die Organisation keine souveränen Einwanderungsentscheidungen außer Kraft setzen könne. Die Äußerungen fielen während einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt am 10. Juni, dem Vorabend des Eröffnungsspiels, als eine Reihe von Einreiseverweigerungen Spieler, Funktionäre und Fans aus mehreren Nationen betraf.aljazeera+1
Die Visastreitigkeiten haben fast jeden Bereich des Turniers berührt. Dem somalischen Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan, einem der 52 von der FIFA ernannten Spieloffiziellen, wurde trotz gültiger Dokumente bei seiner Ankunft am Miami International Airport die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Das Heimatschutzministerium erklärte, Artan sei "aufgrund von Sicherheitsbedenken als unzulässig eingestuft worden", bot jedoch keine weitere Erklärung an. Die FIFA bestätigte, dass Artan "nicht in der Lage sein werde, zu trainieren und zu pfeifen" bei dem Turnier.aljazeera+1
In einem anderen Fall wurde dem ghanaischen Mittelfeldspieler Thomas Partey vor dem Eröffnungsspiel seines Teams gegen Panama in Toronto am 17. Juni ein kanadisches Visum verweigert. Partey, gegen den in London wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung ermittelt wird und der auf nicht schuldig plädiert hat, wird im Trainingslager Ghanas in Boston bleiben und wird voraussichtlich für das zweite Gruppenspiel des Teams gegen England in Foxborough, Massachusetts, am 23. Juni zur Verfügung stehen.bbc+1
Die iranische Delegation war von den weitreichendsten Störungen betroffen. Fünfzehn Mitgliedern des iranischen Fußballverbandes wurden zunächst US-Visa verweigert, was das Team dazu veranlasste, seine Basis nach Mexiko zu verlegen. Von den zehn Personen, die einen erneuten Antrag stellten, wurde laut BBC nur vier die Einreise nach einem Einspruch gewährt. Zu den weiterhin Ausgeschlossenen gehören der Präsident des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, und mehrere operative Mitarbeiter.bbc+1
Dutzende marokkanische Fans berichteten ebenfalls von Ablehnungen, wobei 40 von 42 Antragstellern eines Fanverbandes laut Hespress ohne Erklärung unter einer Visabestimmung abgelehnt wurden, die angewendet wird, wenn Beamte an der Absicht eines Antragstellers zweifeln, in sein Heimatland zurückzukehren.thecanary+1
Infantino betonte, dass die FIFA als "Sportorganisation" agiere und sagte, ihre Führungskräfte seien keine "Könige der Welt", die den Gastregierungen eine Einwanderungspolitik diktieren könnten. In einer Stellungnahme gegenüber The Athletic bezüglich des Falls Partey erklärte die FIFA, sie "sei nicht an den Einwanderungsprozessen des Gastlandes beteiligt, einschließlich der Visumsentscheidungen", und dass "die Gastregierung für die Bestimmung der Visaerteilung und der Einreise in das Land verantwortlich ist".espn+2
Der Ansprechpartner des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft, Andrew Giuliani, teilte Politico am 14. Juni mit, dass "Dutzende" von Visafällen auf seinem Schreibtisch gelandet seien, darunter auch die Angelegenheit um Artan. Die UEFA ernannte Artan unterdessen zum Schiedsrichter für das Finale des UEFA Super Cups 2026 im August, was weithin als Zeichen der Solidarität gewertet wurde.politico+1