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wsj.mediaite.wsj+1.Das Pentagon verlegt eine dritte Flugzeugträger-Kampfgruppe und weitere Schiffe des Marine Corps in den Nahen Osten. Dieser Schritt wird die Truppenstärke in der Region um 9.000 bis 10.000 Soldaten erhöhen, während US-Präsident Trump eine Wiederaufnahme der Angriffe auf den Iran nach den Zwischenwahlen erwägt. Dies berichtete das Wall Street Journal News Corp am Donnerstag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.wsj
Den Angaben zufolge werden die Schiffe, Kampfjets, Marineinfanteristen und Seeleute voraussichtlich bis Ende November in der Region eintreffen. Laut dem Journal erklärte Trump kürzlich vor Beratern, er gehe davon aus, dass die Bombardierungen des Iran noch im selben Monat wieder aufgenommen werden.politicalwire+1
Die USS Theodore Roosevelt hat ihren Heimathafen San Diego am Sonntag, dem 27. September, zu einem planmäßigen Einsatz verlassen. Die USS Makin Island Amphibious Ready Group folgte am Montag, dem 28. September. Sie besteht aus drei Amphibienschiffen mit Soldaten der 13. Marine Expeditionary Unit an Bord.mediaite
Zwei Flugzeugträger, die USS George H.W. Bush und die USS George Washington, befinden sich bereits im Nahen Osten. Sollte die Washington nach der Ankunft der Roosevelt vor Ort bleiben, wären zum ersten Mal seit April wieder drei Trägerkampfgruppen in der Region präsent. Das Journal berichtete jedoch auch, dass die Washington stattdessen in ihren Heimathafen in Japan zurückkehren könnte, wodurch sich die Truppenstärke wieder auf zwei Flugzeugträger reduzieren würde. Die Washington hatte im August die USS Abraham Lincoln nach deren langem Einsatz abgelöst.nypost+1
Die New York Post berichtete, dass das Pentagon die Roosevelt für einen längeren Aufenthalt ausgerüstet hat. Es wurden zusätzliche Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Vorräte an Bord genommen, nachdem Berichte laut geworden waren, dass Seeleute unter Engpässen gelitten hatten, als iranische Angriffe die Versorgungswege, darunter einen wichtigen Hafen in Bahrain, unterbrachen. Das Weiße Haus und das Pentagon reagierten nicht auf Anfragen des Journals nach einer Stellungnahme.mediaite+1
Die Truppenaufstockung erfolgt vor dem Hintergrund festgefahrener diplomatischer Bemühungen. Axios berichtete am Dienstag, dem 29. September, dass Außenminister Marco Rubio die iranische Delegation aufgefordert hatte, die USA noch vor ihrem geplanten Abreisedatum zu verlassen, nachdem Gespräche am Rande der UN-Generalversammlung ergebnislos geblieben waren. Axios-Reporter Barak Ravid schrieb, Rubios Schritt sei „eine höchst ungewöhnliche diplomatische Rüge gewesen und habe das tiefe Misstrauen zwischen den beiden Ländern inmitten erfolgloser Bemühungen um ein Ende des Krieges offengelegt“.mediaite
In seiner Rede vor den Vereinten Nationen erklärte Trump, er stehe vor einer „großen Entscheidung“ darüber, ob er den Iran „vernichten“ solle.mediaite
Die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran begannen am 28. Februar. Ein im Frühjahr vereinbarter, brüchiger Waffenstillstand stoppte die Gefechte vorübergehend, doch diese Waffenruhe brach später zusammen, und beide Seiten liefern sich seither immer wieder Kämpfe.mediaite