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yahoo.yahoo.yahoo.Die Vereinigten Staaten haben UN-Organisationen in Genf Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe zugesagt, wie zwei Diplomaten und eine UN-Quelle gegenüber Reuters erklärten. Diplomaten werten den Schritt als Zeichen dafür, dass Washington weiterhin eine Rolle in einem globalen Gremium spielen möchte, das von der Trump-Regierung wiederholt kritisiert und weitgehend nicht mehr finanziert wurde.yahoo+1
Die Quellen teilten Reuters mit, dass die USA Zusagen an mehrere in Genf ansässige Organisationen geschickt hätten, darunter die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und CITES, das Gremium zur Überwachung des Wildtierhandels. Das US-Außenministerium bestätigte eine Zahlung an die UN, nannte jedoch keine Beträge. "Diese Zahlung sollte nicht als Zufriedenheit mit dem Status quo missverstanden werden. Sie spiegelt die Anerkennung erzielter Reformen wider und die Erwartung, dass noch viele weitere folgen werden", sagte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber Reuters.yahoo
Die WMO, 1951 zur Koordinierung globaler Wetterdaten gegründet, bestätigte den Erhalt von 15,1 Millionen Schweizer Franken (etwa 18,18 Millionen Dollar). Das Geld deckt die US-Schulden gegenüber der Agentur für 2024 ab und sichert die Stimmrechte der USA in diesem Gremium. Washington sagte der WMO zudem weitere 2,2 Millionen Franken zu, wobei ein Sprecher anmerkte, dass die US-Beiträge für 2025 und 2026 weiterhin ausstünden.reuters+1
CITES bestätigte den Erhalt einer US-Finanzierungszusage am 24. September, machte jedoch keine Angaben zur Höhe. Der ständige Ausschuss des Gremiums tagt vom 2. bis 6. November in Genf. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), der Washington mehr als 250 Millionen Franken (etwa 300,88 Millionen Dollar) schuldet, teilte mit, bisher keine Zusage erhalten zu haben.yahoo+1
Ein Diplomat erklärte, die Zusagen zeigten, dass "sie zumindest ein politisches Interesse daran haben, das System am Laufen zu halten". Diplomaten merkten zudem an, dass Wetter und Artenschutz normalerweise keine Prioritäten der USA seien. Die Zusagen fallen mit der Ankunft des neuen US-Botschafters in Genf im September zusammen, Todd Steggerda, einem Anwalt und ehemaligen Marinepiloten.yahoo
Es ist unklar, welchen Anteil der US-Schulden gegenüber UN-Organisationen die Zahlungen abdecken. Im September berichtete Devex, dass Washington mehr als 800 Millionen Dollar an die UN gezahlt habe: 725 Millionen Dollar für den regulären Haushalt 2025 und 102 Millionen Dollar für Friedensmissionen. Devex zufolge verhinderte die Zahlung das Risiko eines Stimmrechtsverlusts in der Generalversammlung, ließ jedoch Milliarden an Rückständen offen. Die 725 Millionen Dollar machen weniger als 20 Prozent der über 4 Milliarden Dollar aus, die die USA laut UN-Angaben vom Mai schulden. Washington behauptet, die tatsächliche Zahl sei deutlich niedriger.reuters+2
Gemäß Artikel 19 der UN-Charta kann ein Mitgliedstaat sein Stimmrecht in der Generalversammlung verlieren, wenn seine Rückstände den Betrag der vorangegangenen zwei vollen Jahre übersteigen. Die Zahlungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem ein neuer Generalsekretär gewählt wird und Chinas Einfluss wächst. Sie könnten zudem dazu beitragen, Genfer Agenturen zu stabilisieren, die nach dem Wegfall Washingtons als wichtigstem Geldgeber drastische Kürzungen vornehmen mussten.yahoo