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haaretz.moneycontrol.haaretz+1.Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu bittet Saudi-Arabien über US-Vermittler darum, Israel die Teilnahme an der Militärkampagne gegen die Huthis im Jemen zu gestatten, berichtete Haaretz am Montag unter Berufung auf eine diplomatische Quelle. Laut der Quelle lehnt der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman eine militärische Rolle Israels ab, da er mit öffentlichen Gegenreaktionen innerhalb des Königreichs rechnet.haaretz
Eine zweite Quelle teilte der israelischen Zeitung mit, dass der Vorstoß auch dazu dienen solle, die Beziehungen zu Riad zu stärken und den Boden für ein mögliches Normalisierungsabkommen zwischen den beiden Ländern zu bereiten. i24NEWS berichtete unter Berufung auf den Haaretz-Artikel, das Ziel sei, dass Israel seine Kräfte mit Saudi-Arabien "vereint". Es wurde zudem angemerkt, dass Mohammed bin Salman sowohl Premierminister als auch Kronprinz des Königreichs ist, weshalb Israel ohne seine Zustimmung kaum eine Erlaubnis erhalten dürfte.moneycontrol+1
Die gemeldete Anfrage erfolgt zu einer Zeit, in der Saudi-Arabien seine Rolle im Jemen verstärkt hat. Truppen, die der international anerkannten Regierung treu ergeben sind, haben eine Offensive gegen die Huthis gestartet, unterstützt durch eine verstärkte Kampagne der von Saudi-Arabien geführten Koalition. Anfang September rückten die Huthis entlang der jemenitischen Westküste am Roten Meer vor. Sie nahmen die Hafenstadt Mokha und mehrere Inseln im Roten Meer ein, was ihnen die Kontrolle über die jemenitische Seite der Bab-el-Mandeb-Straße verschaffte. Regierungsnahe Truppen haben Mokha inzwischen zurückerobert.moneycontrol
Die Huthis haben zudem wiederholt den King Khalid International Airport in Riad angegriffen. Laut in den Berichten zitierten Zahlen tötete eine ballistische Rakete am Samstag, dem 10. Oktober, mindestens 12 Menschen und verletzte 309. Ein weiterer Angriff am Sonntag forderte ein Todesopfer und 11 Verletzte. Die saudische Luftabwehr ist durch Lücken in der Frühwarnabdeckung und einen Mangel an Abfangraketen belastet. Berichten zufolge hat dies das Königreich dazu veranlasst, Frankreich und Großbritannien um Hilfe beim Schutz von Anlagen wie dem Ölterminal in Yanbu zu bitten.headtopics+1
Nach dem Angriff am Samstag verurteilte Netanyahu diesen auf X. "Ich verurteile den schrecklichen Terroranschlag auf den King Khalid International Airport in Riad aufs Schärfste", schrieb er und sprach "im Namen des israelischen Volkes" sein Beileid aus.moneycontrol
Präsident Donald Trump hat wiederholt darauf gedrängt, dass Saudi-Arabien die Beziehungen zu Israel im Rahmen der Abraham-Abkommen normalisiert. Ein Abkommen schien im Herbst 2023 in greifbare Nähe gerückt zu sein. Riad hat jedoch stets betont, dass eine Normalisierung von echten Fortschritten in Richtung eines unabhängigen Palästinenserstaates abhänge. Während des jüngsten Wahlkampfs hat Netanyahu versprochen, einen solchen Staat zu verhindern.i24news+1
Dem Bericht zufolge dient die Anfrage an Riad zwei Zwecken. Sie würde Israel in eine breitere Kampagne gegen eine Gruppe einbinden, die beide Länder angegriffen hat, und sie würde Israels langjähriges Ziel formeller Beziehungen zu Saudi-Arabien voranbringen. Vorerst scheint die Sorge des Kronprinzen über die Reaktion der Saudis auf israelische Kampfflugzeuge über dem Jemen im Weg zu stehen.moneycontrol+1