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wmbdradio.cnn.newscord.Die Polizei in der japanischen Präfektur Okinawa nahm am Sonntag einen 20-jährigen US-Marinesoldaten wegen des Verdachts auf Mord und Raub fest, nachdem eine 39-jährige Frau in einem Hotelzimmer in Naha, der Hauptstadt der Präfektur, tot aufgefunden worden war. Premierministerin Sanae Takaichi protestierte offiziell bei Washington und bezeichnete den Mord als "äußerst brutal und abscheulich".cnn+1
Der Fall könnte die Spannungen über die US-Militärpräsenz auf Okinawa neu entfachen, wo viele Bewohner den amerikanischen Truppen auf der Insel seit langem mit Groll begegnen.cnn
Die Polizei identifizierte den Verdächtigen als Devin Jacob Ballard, der auf der Marine Corps Air Station Futenma stationiert ist. Die Polizei teilte mit, er stehe im Verdacht, Anna Yagi am Samstag in einem Hotel in Naha getötet zu haben. Zudem habe er ihre Brieftasche und ihren Rucksack entwendet. Laut Polizei bestreitet Ballard die Vorwürfe.wmbdradio+1
Die Frau wurde am Samstag gegen 04:30 Uhr Ortszeit leblos aufgefunden und noch vor Ort für tot erklärt. Die Polizei teilte CNN mit, der Zustand ihres Körpers deute auf ein Tötungsdelikt hin, nannte jedoch keine weiteren Details. Laut Polizei zeigen Überwachungsaufnahmen einen kahlköpfigen Mann, bei dem es sich vermutlich um einen ausländischen Staatsbürger handelt, wie er mit der Frau das Zimmer betritt und das Gebäude später mit ihren Sachen verlässt. Der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete, dass Beamte einen Mann fanden, der auf die Beschreibung passte. NHK meldete, er sei freiwillig mit zur Polizeistation gegangen, wo er festgenommen wurde. CNN berichtete, die Festnahme sei am Sonntag um 01:00 Uhr erfolgt, während er durch die Stadt lief. Die Polizei teilte mit, die Ermittlungen dauerten an.arabnews+1
"Die japanische Regierung hat bei der US-Seite scharf protestiert und die bestmögliche Kooperation bei den Ermittlungen, eine gründliche Disziplinierung des US-Militärpersonals sowie umfassende Maßnahmen zur Verhinderung von Straftaten und Unfällen gefordert", erklärte Takaichi auf X. Auch der japanische Vizeaußenminister protestierte laut Mainichi Shimbun in einem Telefonat mit dem US-Botschafter.newscord+1
US-Botschafter George Glass erklärte, er habe mit dem japanischen Außenministerium und dem Gouverneur von Okinawa gesprochen. Er sprach "unser aufrichtiges Beileid" aus und versprach "volle Kooperation während der laufenden Ermittlungen". Das Marine Corps teilte mit, es arbeite "aktiv mit den japanischen Behörden zusammen, als Reaktion auf die Vorwürfe schwerer krimineller Handlungen durch einen Marinesoldaten, der der III Marine Expeditionary Force zugewiesen ist". Zudem erwarte man von jedem Marinesoldaten, "die höchsten Verhaltensstandards einzuhalten". Das Marine Corps bestätigte, dass sich Ballard in japanischem Gewahrsam befindet.cnn+2
Okinawa liegt an der engsten Stelle etwa 100 Kilometer von Taiwan entfernt, und Tokio sowie Washington betrachten die Insel als Schlüssel zur Abschreckung Chinas. Reuters merkt an, dass der Mord es für Takaichi schwieriger machen könnte, die Verlegung von Marines von der stark frequentierten Basis Futenma nach Henoko, einem abgelegeneren Standort, voranzutreiben. Gegner dieses Plans fordern den vollständigen Abzug der Truppen aus der Präfektur. Der Zorn über Straftaten durch US-Personal hat auf der Insel tiefe Wurzeln. Im Jahr 1995 löste die Vergewaltigung eines 12-jährigen Mädchens durch drei US-Soldaten massenhafte Proteste auf ganz Okinawa aus.newscord+1