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reutersdefence-blogkyivpost+1Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bemüht sich um amerikanische Investitionen für einen Rüstungstechnologiefonds sowie um westliches Kapital für den Aufbau und die Leitung von Waffenentwicklungsunternehmen, um Kiew im Kampf gegen Moskau zu unterstützen. Dies geht aus einem am Sonntag von der Financial Times veröffentlichten Interview hervor.reuters+1
Fedorow, der erst im August aus seinem Kabinettsamt entlassen worden war, legte laut FT nicht offen, ob er finanziell von dem Fonds profitieren würde, und äußerte sich auch nicht im Detail zu seiner Rolle bei dessen Verwaltung. Seine Initiative folgt auf einen Bericht von Reuters vom 21. August, wonach der ehemalige Minister eine Reise in die USA vorbereitete, um Geld für neue Rüstungstechnologieprojekte und Start-ups zu sammeln. Eine ihm nahestehende Quelle erklärte damals, dass eines dieser Projekte ein Investmentfonds sein würde.globalbankingandfinance+2
Die Bemühungen um Kapitalbeschaffung fallen in eine Phase, in der der ukrainische Rüstungstechnologiesektor rasant reift. Ukrainische Rüstungstechnologieunternehmen konnten im Jahr 2025 mehr als 129 Millionen US-Dollar an Zuschüssen und Eigenkapitalfinanzierungen anziehen, ein Anstieg von 119 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus Daten der Risikokapitalgesellschaft Defence Builder hervorgeht. Ausländische Investoren machten 49 Prozent dieser Summe aus.defence-blog
Der Sektor verzeichnete mehrere Meilensteine. Swarmer war das erste ukrainische Rüstungstechnologieunternehmen, das an der Nasdaq notiert wurde, während Axon Enterprise den Drohnenhersteller Buntar Aerospace in einer Runde über 10,4 Millionen US-Dollar unterstützte, eine der sechs größten offengelegten Finanzierungsrunden in der Ukraine in diesem Jahr. KPMG verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 vier ukrainische Rüstungstechnologietransaktionen von über 5 Millionen US-Dollar, verglichen mit nur einer solchen Transaktion im Vorjahreszeitraum.defence-blog
Die Kyiv School of Economics schätzte das finanzierte Marktvolumen im Bereich Rüstungstechnologie für 2025 auf rund 6,8 Milliarden US-Dollar, wobei die Produktion von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) im Jahresvergleich um 137 Prozent zulegte.dentons
Unabhängig davon erklärte der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhen Chmara, dass Kiew versuchen werde, einen Teil einer Tranche von 45 Milliarden Euro aus dem breiteren 90-Milliarden-Euro-Kreditprogramm der Europäischen Union für 2026:2027 vorzuziehen, während man gleichzeitig bei den Verbündeten für höhere Beiträge wirbt. Die EU hatte am 25. August im Rahmen dieses Programms einen Verteidigungshaushalt von 6,1 Milliarden Euro für die Ukraine genehmigt. Die Ukraine hat bereits 11,7 Milliarden Euro aus diesem Instrument erhalten, darunter eine erste Verteidigungstranche von 5 Milliarden Euro.kyivpost+3
Fedorow, der seit der russischen Invasion im Jahr 2022 ein Verfechter der Drohnenkriegsführung ist und enge Beziehungen zu US-Unternehmen wie Palantir pflegt, erklärte, er werde sich während seines Aufenthalts in den USA auf Technologieprojekte statt auf politisches Engagement konzentrieren.globalbankingandfinance