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sports.yahoonews.bloomberglawpoliticoUEFA-Vizepräsidentin Laura McAllister hat die Boykottdrohung des europäischen Verbands für die FIFA-Weltmeisterschaft als Erfolg bezeichnet. Der Konflikt um die Pläne der FIFA, Teile ihres wichtigsten Turniers an private Investoren zu verkaufen, habe sein Ziel erreicht.
„Wir haben den Kampf gewonnen, und das war wichtig, da einige europäische Teams bald an der U20-Weltmeisterschaft der Frauen (5. bis 27. September) teilnehmen werden. Der Boykott hat bisher gewirkt“, sagte McAllister in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit Sky News.sports.yahoo
McAllister erklärte, der Boykott sei erst aufgehoben worden, nachdem die UEFA Garantien erhalten hatte, dass der Vorschlag nicht wieder auf den Tisch kommt. „Wir haben den Boykott zurückgezogen, weil alle Bedingungen im Zusammenhang mit dem Rückzug der Initiative garantiert wurden und wir die Zusicherung erhalten haben, dass sie in keiner Form wiederbelebt wird“, sagte sie.sports.yahoo
Die Konfrontation geht auf den vergangenen Monat zurück. Damals stellte FIFA-Präsident Gianni Infantino Pläne für eine neue Gesellschaft namens „FIFA Forward Enterprise“ vor. Diese sollte die kommerziellen Aktivitäten, einschließlich der Weltmeisterschaft, kontrollieren und einen Anteil von rund 20 Prozent für schätzungsweise 4,2 Milliarden US-Dollar an private Investoren verkaufen. Als Reaktion darauf stimmte die UEFA einstimmig dafür, sich von allen FIFA-Veranstaltungen zurückzuziehen. Die Boykottdrohung weitete sich schnell über Europa hinaus aus, da auch die CONCACAF ihr Vertrauen in Infantinos Führung entzogen hatte.dw+1
Infantino verwarf den Vorschlag innerhalb weniger Tage angesichts des vom Sender BBC beschriebenen „breiten Widerstands“. Die UEFA hielt den Boykott jedoch zunächst aufrecht und erklärte am 6. August, die FIFA habe ihre Bedingungen nicht erfüllt. Die Äußerungen von McAllister am Freitag deuten darauf hin, dass diese Bedingungen nun erfüllt wurden.aljazeera+2
Die Beilegung des Boykotts hat die breitere Kampagne der UEFA gegen Infantino jedoch nicht beendet. Anfang dieser Woche reichte die UEFA bei einem New Yorker Gericht Anträge auf Vorladungen für Joshua Kushner und seine Risikokapitalgesellschaft Thrive Capital ein. Ziel ist es, Dokumente über deren Rolle bei dem geplatzten Deal zu erhalten, um ein mögliches Strafverfahren gegen Infantino in der Schweiz vorzubereiten.wsj+1
Eine am Freitag veröffentlichte, detaillierte Recherche von Politico enthüllte, dass ein Großteil des Plans für „FIFA Forward Enterprise“ von Mario Gallavotti gesteuert wurde. Der weitgehend unbekannte italienische Anwalt fungiert seit mehr als zwei Jahrzehnten als politischer Strippenzieher für Infantino. Laut Politico gab Gallavotti Einzelheiten des Geheimplans privat an einen Branchenexperten in New York weiter, was den Medienrummel auslöste, der die FIFA schließlich erfasste.politico
McAllister deutete an, dass das Investorenmodell „nur die Spitze des Eisbergs“ sei, und verwies auf den Umgang der FIFA mit der Weltmeisterschaft 2022 in Katar sowie auf die Entscheidung, Präsident Donald Trump einen Friedenspreis zu verleihen. Die Präsidentschaftswahlen der FIFA sind für März angesetzt. Obwohl Infantino bislang der einzige offizielle Kandidat ist, haben ihm mehrere Verbände die Unterstützung entzogen. Am Donnerstag kündigte der saudi-arabische Fußballverband an, Infantino zu unterstützen, während die europäischen Verbände bei der Auslosung der Champions League in Monaco „Einigkeit und Entschlossenheit“ hinter den Forderungen nach Reformen demonstrierten, so McAllister.politico+1