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bolnews+1tribunestraitstimesFünf Tage nachdem ein Gletscher am Mount Langtang Lirung abbrach und eine Lawine aus Eis, Gestein und Schlamm durch die Täler des Himalayas schickte, hat die kombinierte Zahl der Todesopfer in Nepal und China 919 erreicht. Fast 4 800 Menschen werden noch vermisst, während Rettungsteams versuchen, Hunderte zu erreichen, die in Wasserkrafttunneln eingeschlossen sein könnten.
Die nepalesische Behörde für Katastrophenrisikoreduzierung und Management meldete am Montag 903 Todesopfer auf nepalesischer Seite, während chinesische Staatsmedien laut Reuters 16 Todesfälle im Kreis Gyirong in Tibet bestätigten. Insgesamt werden noch 4 793 Menschen vermisst, darunter 853 ausländische Staatsangehörige.bolnews+2
Die Rettungsbemühungen konzentrierten sich am Montag auf 933 Arbeiter, die in 11 Wasserkraftprojekten in den schwer getroffenen Distrikten Rasuwa und Nuwakot vermutet werden, viele davon in Tunneln, die unter Trümmern begraben sind. Die nepalesische Armee teilte mit, dass Teams kontrollierte Sprengungen, Bagger und Scheinwerfer einsetzen, um Wasser und Schlamm zu beseitigen. Nach dem Eindringen in zwei Tunnel konnten drei Leichen geborgen werden, während andere Abschnitte weiterhin verschüttet sind.tribune
"Es wurden große Mengen an Trümmern abgelagert, was uns vor eine große Herausforderung stellt, die Tunnel zu öffnen", sagte der Sprecher der nepalesischen Armee, Raja Ram Basnet, gegenüber Reuters. China hat mehr als 2 100 Einsatzkräfte entsandt, die von Hunderten Fahrzeugen und Spezialausrüstung unterstützt werden, während auch indische Tunnelexperten an der Rettungsaktion teilnehmen.yenisafak+1
Unter den Vermissten in Nepal befinden sich 25 Polizisten, 45 Armeeangehörige, 13 Mitglieder der bewaffneten Polizei und 14 Zollbeamte. Auf chinesischer Seite teilte Peking mit, dass 261 ausländische Staatsangehörige aus 23 Ländern nahe dem Grenzübergang Gyirong vermisst werden.bolnews+1
Die Katastrophe hat Mängel in der Überwachung von Hochgebirgsregionen offengelegt. Dharam Raj Uprety, Leiter der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde, erklärte gegenüber Bloomberg, dass die Opfer "kaum ein paar Minuten Vorwarnzeit" hatten, bevor die Fluten eintrafen. Er verwies auf das Fehlen von Wetterstationen in entlegenen Bergregionen und den begrenzten grenzüberschreitenden Datenaustausch.bloomberg+1
Zwei nepalesische Beamte teilten Reuters mit, dass China nach einer früheren Kooperationsvereinbarung nur wenige Informationen über Gletschergefahren und Wasserstände geteilt habe, was Bedenken hinsichtlich der künftigen Vorsorge aufwirft. Die chinesische Botschaft in Nepal erklärte auf der Social-Media-Plattform X, dass Peking "immer alle Anstrengungen unternommen" habe, um wichtige Informationen "rechtzeitig" weiterzugeben.straitstimes+1
Das Rote Kreuz schätzt, dass mehr als 90 000 Menschen von der Katastrophe betroffen sind. Der chinesische Staatssender CCTV berichtete am Montag, dass für Gletscher in der Nähe des Einschlagsgebiets weiterhin die Gefahr weiterer Abbrüche bestehe. Drohnenaufnahmen zeigten mehrere Erdrutschablagerungen, die neue Seen bilden und weitere Überschwemmungen auslösen könnten.tribune
Der chinesische Präsident Xi Jinping hat zu schnelleren Untersuchungen von Gletschern und Gletscherseen auf dem tibetischen Plateau aufgerufen. Nepals Premierminister Balendra Shah bezeichnete die Flut als eine "beispiellose und verheerende Naturkatastrophe" und fügte hinzu, dass die Erstellung einer vollständigen Schadensbilanz weiterhin eine Herausforderung darstelle.straitstimes+1