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straitstimes.com.apnews.com+1.apnews.com+1.Ein Erdbeben der Stärke 7,0 erschütterte am Donnerstag, den 22. Oktober, um 22:33 Uhr Ortszeit einen abgelegenen, hochgelegenen Teil des nördlichen Tibet. Nach Angaben von Associated Press, die sich auf chinesische Staatsmedien berufen, kamen mindestens 16 Menschen ums Leben und mindestens 339 Häuser stürzten in Nagqu ein. Spätere Updates korrigierten die Zahl der Todesopfer nach oben. Bloomberg berichtete unter Berufung auf den staatlichen Sender CCTV und The Straits Times von 18 Toten und 32 Verletzten, von denen 11 schwer verletzt sind. AP bezifferte die Zahl der Verletzten auf 54. Es ist das stärkste Beben in China seit Januar 2024, berichtet Reuters.apnews.com+2
Das Epizentrum lag in der Gemeinde Maru im Kreis Baqen, wo laut CNA unter Berufung auf Xinhua die Wände des Gemeindebüros Risse bekamen. Neben Wohnhäusern stürzten 20 Viehställe ein. Mehr als 1 600 Personen aus dem Kreis sind für Such- und Rettungsarbeiten im Einsatz, und etwa 1 000 Fertighäuser sowie rund 3 000 Zelte sind laut AP eingetroffen. Chinas Präsident Xi Jinping rief zu umfassenden Rettungs- und medizinischen Hilfsmaßnahmen auf.channelnewsasia.com+1
Die Stromversorgung ist unterbrochen und Steinschläge haben Straßen blockiert, was den Einsatzkräften den Zugang zu den betroffenen Gebieten erschwert, berichtet die BBC. Xinhua teilte mit, dass die Kommunikation in Teilen der Region ausgefallen sei und der Zugverkehr durch das Gebiet gestoppt wurde. Ein Abschnitt der Nationalstraße 317 ist derzeit nur für Rettungsfahrzeuge befahrbar, und für die nächsten drei Tage wird zeitweise Schnee erwartet, berichtet AP.apnews.com+1
Die Berichte über die Notfallreaktion gehen auseinander. Die chinesische Erdbebenbehörde aktivierte eine Reaktion der Stufe II, berichtet Euronews. Unabhängig davon meldete Xinhua, dass das Ministerium für Notfallmanagement eine nationale Reaktion der Stufe IV eingeleitet und eine Arbeitsgruppe in das Gebiet entsandt habe, so Bloomberg.straitstimes.com+1
Der U.S. Geological Survey lokalisierte das Epizentrum 191 Kilometer ost-nordöstlich der Stadt Nagqu in einer Tiefe von 18 Kilometern in einem dünn besiedelten Gebiet, berichtet AP. Das chinesische Erdbebennetzwerkzentrum maß die Tiefe mit 10 Kilometern. Es gab an, dass die durchschnittliche Höhe im Umkreis von 5 Kilometern um das Epizentrum etwa 4 864 Meter beträgt, und verzeichnete eine Reihe von Nachbeben der Stärken 3 und 4, berichtet Reuters. Ein Nachbeben der Stärke 5,2 folgte, meldet Bloomberg. CCTV bezeichnete es als das stärkste Erdbeben in der Region seit fünf Jahren.reuters.com+2
Der USGS hat seit 1900 insgesamt 29 Erdbeben mit einer Stärke von über 7,0 auf und um das tibetische Plateau registriert. Das stärkste war ein Beben der Stärke 8,6 im Jahr 1950, bei dem mehr als 4 000 Menschen starben. Im Jahr 2010 erschütterte ein Beben der Stärke 7,1 Yushu in der benachbarten Provinz Qinghai und tötete laut Reuters mindestens 2 698 Menschen.reuters.com
Der Zugang ausländischer Medien zu Tibet ist begrenzt, daher stammen Informationen über die Katastrophe hauptsächlich aus chinesischen Staatsmedien, merkt die BBC an.bbc.com