Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

straitstimesbbc+1nytimesPräsident Donald Trump hat die jährlichen Militärmanöver der USA und Südkoreas am Sonntag ins Chaos gestürzt, als er das Pentagon anwies, die Übungen „Ulchi Freedom Shield“ „erheblich zu reduzieren“. Er begründete dies mit seiner „sehr guten Beziehung“ zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und seinem Frust über Seouls Weigerung, amerikanische Operationen gegen den Iran zu unterstützen. Die elftägigen Übungen begannen am Montag wie geplant, obwohl unklar blieb, welche Teile gestrichen wurden.bbc+1
Die Ankündigung, die nur wenige Stunden vor Beginn der Manöver auf Trumps Plattform Truth Social veröffentlicht wurde, löste bei Verbündeten im Indopazifik und in Europa Besorgnis aus. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung forderte als Reaktion am Dienstag stärkere eigenständige Verteidigungsfähigkeiten.straitstimes
Trumps Schritt erinnert an seine Entscheidung von 2018, die gemeinsamen Übungen nach seinem Gipfeltreffen mit Kim in Singapur auszusetzen, doch die strategische Lage hat sich verändert. Nordkorea besitzt laut New York Times inzwischen schätzungsweise 60 Atomwaffen sowie Raketen, die die USA erreichen können. Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 hat Nordkorea laut Telegraph mindestens 26 Tests ballistischer Raketen durchgeführt. Ein Bericht des US-Kongresses vom Mai 2026 stellte fest, dass die Programme Pjöngjangs die Bedrohung für die USA und ihre Verbündeten erhöht hätten.nytimes+1
Trump schrieb, die Übungen sendeten ein Signal, das „völlig unangemessen und feindselig“ gegenüber Nordkorea sei, das sich während seiner Präsidentschaft „nicht bedrohlich und respektvoll“ verhalten habe. Das Pentagon gab nur eine einzeilige Erklärung ab: „Das Kriegsministerium arbeitet aktiv an der Umsetzung der Anweisung des Oberbefehlshabers.“nytimes
Die EU reagierte deutlich. Ein Sprecher des Europäischen Auswärtigen Dienstes erklärte, dass Nordkoreas „Starts ballistischer Raketen und der Ausbau des nordkoreanischen Atomprogramms weiterhin eine ernsthafte Bedrohung für die regionale und globale Sicherheit darstellen“. Auch Australien ging öffentlich auf Distanz zu Washington und äußerte sich besorgt über Trumps Darstellung Nordkoreas.euractiv+1
Südkoreas Präsidialamt erklärte zunächst, man hoffe, dass die Freundschaft zwischen Trump und Kim zu einem „sinnvollen Dialog“ führen könne. Doch bis Dienstag schlug Lee einen entschlosseneren Ton an: Er forderte schnellere Fortschritte beim südkoreanischen Programm für atomgetriebene U-Boote und drängte darauf, die Übergabe der operativen Kontrolle im Kriegsfall von den USA noch während seiner Amtszeit abzuschließen.washingtontimes+1
Experten warnten, dass Kim, ermutigt durch ein wachsendes Arsenal und eine engere militärische Zusammenarbeit mit Russland, einschließlich des Einsatzes von Truppen im Ukraine-Krieg, ohne massive Zugeständnisse kaum zu Verhandlungen bereit sein dürfte. „Nordkorea ist damit beschäftigt, von Russlands Krieg gegen die Ukraine zu profitieren, während es sein eigenes Militär modernisiert“, sagte Leif-Eric Easley, Professor an der Ewha-Universität in Seoul.washingtontimes
Jenny Town vom Programm „38 North“ des Stimson Centers erklärte gegenüber Reuters, dass der Schritt zwar Teil eines umfassenderen Bemühens um eine diplomatische Annäherung sein könnte, „die planlose Natur dieses Vorgehens in Pjöngjang jedoch kaum Eindruck hinterlassen dürfte“.kwsn+1