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straitstimes.channelnewsasia.channelnewsasia.Unternehmen in Südkorea und Japan verstärken nach einer Serie von Angriffen eilig ihre Cyberabwehr. Sicherheitsexperten zufolge zeigt die Welle, wie künstliche Intelligenz es Kriminellen mit begrenzten technischen Fähigkeiten erleichtern könnte, in Systeme einzudringen, berichtete Reuters.straitstimes+1
Neun südkoreanische Banken und zwei Megakirchen untersuchen derzeit Cyberangriffe, bei denen möglicherweise KI-Tools zum Einsatz kamen. In Japan waren Daiwa Securities, SoftBank Corp und die Convenience-Store-Kette Lawson von einem jüngsten Anstieg der Vorfälle betroffen. Die Behörden prüfen noch, ob und wie KI bei vielen der Sicherheitsverletzungen genutzt wurde. Spezialisten sagen, dass die Technologie Angreifern hilft, Aufgaben wie das Scannen nach Softwareschwachstellen und das Erstellen von Phishing-Kampagnen zu automatisieren, was Cyberkriminalität schneller, billiger und schwerer erkennbar macht.channelnewsasia
Das US-Sicherheitsunternehmen CrowdStrike erklärte, die Angriffe auf die südkoreanischen Banken seien wahrscheinlich von einem 26-Jährigen mit Sitz in China verübt worden, der es auf Geld abgesehen hatte. Das Unternehmen teilte mit, der Verdächtige habe einen in China entwickelten KI-Agenten und Anthropics Claude Code verwendet und hätte die Kampagne wahrscheinlich ohne KI-Unterstützung nicht durchführen können.channelnewsasia
"Obwohl die Fähigkeiten (des Hackers) nicht sonderlich ausgefeilt waren, waren sie effektiv", sagte Adam Meyers, Senior Vice President für Counter Adversary Operations bei CrowdStrike. "Der Geist ist sozusagen aus der Flasche."channelnewsasia
Choi Kyoungjin, Direktor des Center for AI, Data and Policy an der Gachon University, sagte, dass KI-Modelle für allgemeine Zwecke es "selbst gewöhnlichen Nutzern mit böswilliger Absicht" ermöglichen, das System nach Schwachstellen suchen zu lassen, "und es wird einen Großteil dieser Arbeit für sie erledigen."channelnewsasia
Daten von TrendAI zeigen, dass Japan in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mehr Cybersicherheitsvorfälle verzeichnete als im gesamten Jahr 2025. Im September gab es 86 Vorfälle, etwa 18 % mehr als im August und 37 % mehr als im Juli. "KI wird nicht müde … Meine Ansicht ist, dass Japan im Grunde einem Flächenbombardement ausgesetzt ist", sagte Nobuo Miwa, Präsident des in Tokio ansässigen Sicherheitsunternehmens S&J Corp.straitstimes+1
Südkorea meldete im ersten Halbjahr 1 236 Cybervorfälle, ein Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Fälle von Server-Hacking gingen zwar zurück, aber Regierungsdaten zeigten, dass Berichte über Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) um 56,7 % und Ransomware-Meldungen um 76,8 % zunahmen.channelnewsasia
Die südkoreanische Financial Services Commission hat Finanzbranchenverbände, Regulierungsbehörden und Führungskräfte betroffener Firmen angewiesen, eine zwölfteilige Cybersicherheits-Selbstbewertung abzuschließen. In Japan berief der Minister für digitale Transformation, Toshiharu Furukawa, am 8. Oktober ein Treffen der Ministerien und Behörden ein, und das Nationale Cybersicherheitsbüro plant, Warnungen an Unternehmen zu versenden.straitstimes
Die Sicherheitsverletzungen haben bisher noch keine materiellen finanziellen Verluste verursacht. Die Fitch-Analystin Karen Wu warnte jedoch, dass die Risiken steigen könnten, wenn gestohlene Daten für Phishing oder "Smishing"-Textbetrug verwendet werden, und sagte, sie erwarte "regulatorische Strafen, Kosten für Kundenentschädigungen und einen branchenweiten Anstieg der Ausgaben für Cybersicherheit."channelnewsasia
Miwa erwartet, dass die Angriffe auf hohem Niveau bleiben werden. "Die Angreifer haben einen Durchbruch erlebt, der viele der alten Annahmen hinfällig gemacht hat", sagte er. "Unsere Verteidigung braucht ebenfalls ihren eigenen Durchbruch."channelnewsasia