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sports.yahoo+1instagram+2reuters+1Dem ehemaligen spanischen Nationalverteidiger Joan Capdevila, der La Roja 2010 in Südafrika zum Weltmeistertitel verhalf, wurde vor dem WM-Finale am Sonntag zwischen Spanien und Argentinien die Einreise in die USA verweigert. Der Spieler hat sich nun mit einer öffentlichen Bitte um Hilfe an Präsident Donald Trump gewandt.
Capdevila enthüllte in einem Interview mit dem spanischen Radiosender COPE, dass sein ESTA-Antrag (Electronic System for Travel Authorization) wegen eines Spiels abgelehnt wurde, das er vor rund zehn Jahren im Iran bestritten hatte. Der 48-jährige ehemalige linke Außenverteidiger erklärte, er habe geplant, das Finale im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, gemeinsam mit seinen Kindern zu besuchen, sei jedoch darüber informiert worden, dass er nicht ins Land einreisen dürfe.sports.yahoo+1
In einem öffentlichen Appell, der große Aufmerksamkeit erregt hat, wandte sich Capdevila direkt an Trump und bat den US-Präsidenten um Unterstützung, um seine Visumsituation vor dem Spiel am Sonntag zu klären. Das Finale zwischen Spanien und Argentinien soll am 19. Juli um 15:00 Uhr Ortszeit (ET) in dem Stadion angepfiffen werden, das für das Turnier vorübergehend in New York New Jersey Stadium umbenannt wurde.instagram+3
Der Fall von Capdevila ist der jüngste in einer Reihe von Visum-Kontroversen, die die WM 2026 während ihrer gesamten Dauer auf amerikanischem Boden begleitet haben. Schon vor Turnierbeginn waren zahlreiche Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Delegationsmitglieder von Einreiseverweigerungen oder Verzögerungen betroffen. US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin verteidigte das Vorgehen der Regierung im Juni und hielt zum Turnierauftakt an den Visumsablehnungen fest.reuters
Unter den früheren Fällen wurde die ESTA-Genehmigung des Schweizer Stürmers Breel Embolo unerwartet überprüft, was seine Anreise mit der Nationalmannschaft verzögerte. Mitgliedern der iranischen Delegation wurden ebenfalls Visa verweigert, wobei nur vier von zehn Einsprüchen erfolgreich waren. Einem somalischen Schiedsrichter wurde die Einreise wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Terrororganisationen verwehrt. FIFA-Präsident Gianni Infantino räumte die Problematik ein, erklärte jedoch, dass sein Verband die Richtlinien von Regierungen nicht außer Kraft setzen könne.themirror+3
Es wird erwartet, dass Trump am Sonntag das WM-Finale besuchen und dem Siegerteam die Trophäe überreichen wird. Ob Capdevilas Appell vor dem Anpfiff Gehör findet, bleibt unklar. Der Fall des ehemaligen Verteidigers verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen der US-Sicherheitsbehörden und dem Geist einer Veranstaltung, die die Welt willkommen heißen soll: eine Dynamik, die sich vom Eröffnungsspiel des Turniers bis zum Finale durchzieht.aljazeera