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musicbusinessworldwide.musicbusinessworldwide+1.musicbusinessworldwide.Sony Music hat digitale Plattformen aufgefordert, mehr als 260.000 KI-generierte Titel zu entfernen, die seine Künstler imitieren. Das Unternehmen teilte der Financial Times mit, dass die Anträge bis Ende September eingereicht wurden. Das ist fast doppelt so viel wie die 135.000, die bis Ende März gemeldet wurden. Über sechs Monate hinweg entspricht dies einem Durchschnitt von mehr als 20.000 Anfragen pro Monat.musicbusinessworldwide+2
Laut FT haben die Fälschungen Sony-Künstler wie Harry Styles, Adele, Britney Spears, Queen und Michael Jackson ins Visier genommen. Sony bezeichnete das Problem als "generative KI-Deepfake-Titel, die die Stimmen und das Erscheinungsbild unserer Künstler ohne Erlaubnis imitieren". Das Unternehmen erklärte, die Praxis "findet in großem Umfang statt, schadet Künstlern, führt Fans in die Irre und untergräbt den ethischen Einsatz von KI".musicweek+1
"Wir werden die Rechte unserer Künstler weiterhin durchsetzen und erwarten, dass Plattformen schnell handeln und verhindern, dass dieselben Inhalte wieder auftauchen", teilte das Label der FT mit. "Aber es wird zu einem mühsamen Prozess".musically+1
Die Zahl zählt die Anfragen, nicht die bestätigten Löschungen. Die FT berichtete nicht, wie viele Titel die Plattformen tatsächlich entfernt haben, wie schnell sie gehandelt haben oder welche Dienste die Mitteilungen erhalten haben.musicbusinessworldwide
Sonys öffentliche Zahlen sind schnell gestiegen. Im November 2023 erklärte Dennis Kooker, Präsident für globales Digitalgeschäft bei Sony Music, vor einem KI-Forum des US-Senats, dass das Unternehmen "fast 10.000 Löschaufforderungen" verschickt habe. Er sagte, Plattformen nutzten "Gesetzeslücken als Ausrede, um auf Zeit zu spielen". Sonys Einreichung bei einer britischen Regierungsberatung zum Urheberrecht bezifferte die Zahl auf mehr als 75.000 bis März 2025. Im März 2026 berichtete die BBC, dass die Gesamtzahl 135.000 überschritten habe.bbc+3
"Das Problem bei Deepfakes ist, dass sie nachfragegesteuert sind", sagte Kooker im Mai. Er fügte hinzu, dass sie auftauchen, wenn "ein Künstler in einem Zyklus ist und seine Musik bewirbt".musicweek
Die Deepfakes sind Teil eines breiteren Problems mit Streaming-Betrug. Die FT berichtete, dass Betrüger KI nutzen, um Titel massenhaft zu produzieren und dann Bots einsetzen, um sie für Tantiemen zu streamen. Label-Führungskräfte schätzen, dass der Betrug die Branche bis zu 2,2 Milliarden Dollar pro Jahr kosten könnte. Kooker hat gesagt, dass 5 bis 10 Prozent der Streams betrügerisch sein könnten, obwohl "niemand es genau weiß".musicbusinessworldwide+1
Sony, Universal und Warner unterstützten die Streaming Integrity Initiative der IFPI, die im September gestartet wurde. Spotify führte im September 2025 eine Richtlinie zur Stimmimitation ein. Im März 2026 begann das Unternehmen mit dem Test einer Opt-in-Funktion zum Schutz von Künstlerprofilen.musicweek+1
Sony unterstützt auch den geplanten US-Gesetzesentwurf NO FAKES Act, der ein bundesweites Recht am eigenen Bild und der eigenen Stimme schaffen würde. Nach dem Gesetzentwurf müssten Plattformen, die ihren Safe-Harbor-Schutz behalten wollen, gemeldete Repliken "so schnell wie technologisch und praktisch machbar" entfernen. Bis ein solches Gesetz verabschiedet wird, so Music Ally, bleibt es an den Labels und Managern hängen, die tägliche Arbeit des Aufspürens von Fälschungen und des Einreichens von Löschaufforderungen zu erledigen.musically+1