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straitstimesreutersthepeninsulaqatar+1Eine Welle staatlicher Maßnahmen gegen smarte Brillen baut sich weltweit auf. Während die Pariser Staatsanwaltschaft wegen sexueller Belästigung ermittelt, prüft Australien ein beispielloses Verbot in Regierungsgebäuden, und Regulierungsbehörden auf den Kanalinseln warnen vor den Risiken für die Privatsphäre.
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat nach Beschwerden über sexuelle Belästigung ein Strafverfahren eingeleitet. Hintergrund ist ein Trend in sozialen Medien, bei dem Männer smarte Brillen nutzen, um Frauen auf der Straße heimlich zu filmen und das Material online zu stellen, so Reuters. Die Cybercrime-Einheit der Behörde testete die Geräte vor zwei Wochen, um die potenziellen Straftatbestände besser einschätzen zu können.thenextweb+1
Die französische Datenschutzbehörde CNIL gab an, bisher weniger als zehn Beschwerden über den Einsatz smarter Brillen am Arbeitsplatz erhalten zu haben, verzeichnet aber eine steigende Zahl von Anfragen durch Unternehmen, die die Geräte auf ihrem Gelände verbieten wollen. Nacera Bekhat, Leiterin der wirtschaftlichen Abteilung der CNIL, betonte, dass die Geräte "echte Herausforderungen" bei der Information der Betroffenen und der Einholung von Einwilligungen darstellen.straitstimes+1
Rechtegruppen kritisieren, dass eine kleine Kontrollleuchte am Rahmen der Brille als Schutz nicht ausreicht. "Dass ein Licht aufleuchtet, bedeutet nicht, dass man der Aufnahme zustimmt oder dass das Bild später an Tausende Menschen verbreitet wird", sagte Ines Legendre, Rechtsexpertin bei der Internet-Sicherheitsorganisation e-Enfance.thenextweb+1
Australien teilte am 17. September mit, dass es ein Verbot von kamerabestückten smarten Brillen in Regierungsgebäuden prüft. Ministerin Katy Gallagher hat die zuständige Kommission um eine Stellungnahme gebeten und verwies auf die Fähigkeit der Geräte, Informationen aufzuzeichnen. Premierminister Anthony Albanese erklärte, Australien setze damit einen globalen Standard für digitale Sicherheit.itnews+2
Unabhängig davon haben Jersey, Guernsey und die Isle of Man eine gemeinsame Datenschutzwarnung herausgegeben, in der vor den "erheblichen Risiken für die Privatsphäre" durch smarte Brillen gewarnt wird. Der Datenschutzbeauftragte von Jersey, Paul Vane, betonte, dass Nutzer verantwortungsbewusst handeln müssten. Der Abgeordnete Kirsten Morel ging noch weiter und erklärte gegenüber der Jersey Evening Post, dass ein generelles Verbot auf der Insel in Betracht gezogen werden könnte.jerseyeveningpost
Diese Schritte folgen auf das Verbot smarter Brillen an Schulen in Oslo Anfang des Monats, das verhindern soll, dass Kinder zu "Statisten in Metas Datensammlung" werden, sowie auf bestehende Beschränkungen in Gerichtssälen in England und Wales. Die deutsche Interessenvertretung HateAid hat Strafanzeige gegen Meta und Händler in Deutschland erstattet. Der Europäische Datenschutzausschuss plant eine eigene Untersuchung der Geräte gemeinsam mit nationalen Regulierungsbehörden.thepeninsulaqatar+2
Meta, dessen Ray-Ban-Brillen in Zusammenarbeit mit EssilorLuxottica etwa 76 Prozent des Weltmarktes halten und 2025 sieben Millionen Einheiten verkauften, erklärte, man habe den Datenschutz bei den KI-Brillen von Grund auf integriert. Die nächste Generation der Brillen wird voraussichtlich am 23. September auf der Meta Connect vorgestellt.thenextweb+1