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reuters+1ad-hoc-newsad-hoc-news+1Die Aktien von Shell plc stiegen am Mittwoch auf ein Allzeithoch, da der Brent-Ölpreis zum ersten Mal seit Ende Juli die Marke von 100 Dollar pro Barrel durchbrach. Grund dafür sind der eskalierende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie zunehmende Störungen der Ölströme im Nahen Osten.
Die in London notierten Aktien schlossen am 9. September laut Daten von Yahoo Finance bei 3530 Pence, was einen neuen Rekord darstellt. Auch die in New York notierten American Depositary Shares von Shell handelten nahe ihren Allzeithochs an der NYSE.finance.yahoo
Die Rallye wurde durch einen starken Anstieg der Rohölpreise befeuert. Brent-Rohöl-Futures durchbrachen am Mittwoch erstmals seit dem 24. Juli die 100-Dollar-Marke, da verstärkte Angriffe im Nahen Osten, einschließlich Attacken auf Tanker, die Hoffnung auf eine Normalisierung der Ölverschiffung in der Region zunichtemachten, berichtete Reuters. Auch der Preis für West Texas Intermediate stieg deutlich an und handelte über 94 Dollar pro Barrel.morningstar+1
Der Anstieg der Ölpreise spiegelt eine Häufung geopolitischer Risiken wider. Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur fort, während die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran mit Angriffen auf Tanker und der Einrichtung einer maritimen Sperrzone durch den Iran eskaliert sind, so Invezz. Saudi-Arabien und die Huthi-Rebellen setzen ihren Schlagabtausch ebenfalls fort, was die Angebotsaussichten weiter verschärft.invezz
Die Shell-Aktie ist seit ihrem Tief im Juli um rund 25 Prozent und seit ihrem Tiefstand im Januar 2026 um etwa 42 Prozent gestiegen. Die Gewinne werden durch eine starke finanzielle Performance untermauert: Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2026 einen freien Cashflow von rund 21,4 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 20,7 Milliarden Dollar. Shell führt zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3 Milliarden Dollar durch, das das Wachstum des Gewinns pro Aktie unterstützt hat.ad-hoc-news+1
Analysten von JPMorgan bestätigten am 8. September das Overweight-Rating für Shell mit einem Kursziel von 3600 Pence für die in London notierten Aktien, was ein moderates weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert. Das Konsens-Kursziel der Analysten für die an der NYSE notierten ADRs von Shell liegt bei etwa 107 Dollar, was Raum für weitere Gewinne vom aktuellen Niveau im mittleren 90er-Bereich lässt.ad-hoc-news
Die Rallye von Shell spiegelt die Gewinne im gesamten Energiesektor wider. BP ist seit dem Tief im Juli um rund 25 Prozent gestiegen, während auch die US-Majors ExxonMobil und Chevron zulegen konnten. Da für die drei sich überschneidenden Krisen, USA-Iran, Russland-Ukraine und Saudi-Houthi, keine Lösung in Sicht ist, erwarten Analysten, dass die Ölpreise erhöht bleiben, was die Upstream-Erträge und die Cash-Generierung im gesamten Sektor weiterhin stützen dürfte.reuters+1
Die Shell-Aktie im FTSE 100 hat nun ihren bisherigen Widerstand bei 3524 Pence aus dem März durchbrochen, wobei technische Analysten auf eine mögliche Bewegung in Richtung 3600 Pence hinweisen.invezz