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latimes+1latimes+2lenews+1Die jahrhundertealte Jodeltradition der Schweiz erlangte am Donnerstag weltweite Anerkennung, als ein UNESCO-Komitee bei einem Treffen in Neu-Delhi die alpine Gesangskunst in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufnahm. Die Auszeichnung markiert einen Meilenstein für eine Praxis, die tief in der Schweizer Identität verwurzelt ist, wobei etwa 12.000 aktive Jodler in Gruppen organisiert sind, die dem Schweizer Jodlerverband angehören.latimes+6
Das Jodeln wurde unter 67 Traditionen ausgewählt, die von der Kulturorganisation der Vereinten Nationen während der einwöchigen Sitzung im Roten Fort in Delhi geehrt wurden. Zu den weiteren Ergänzungen der Liste gehörten die italienische Küche – die bereits am Mittwoch anerkannt wurde –, ghanaische Highlife-Musik, das fermentierte kirgisische Getränk Maksym sowie die venezolanische El-Joropo-Musik- und Tanztradition.apnews+6
Die Liste des immateriellen Kulturerbes unterscheidet sich von der UNESCO-Welterbeliste, die physische Stätten wie die ägyptischen Pyramiden von Gizeh schützt. Stattdessen zielt sie darauf ab, mündliche Überlieferungen, Handwerkskunst und kulturelle Praktiken zu bewahren und zu fördern, die über Generationen weitergegeben wurden.apnews+4
Laut UNESCO kann „Jodeln von Einzelpersonen, kleinen Gruppen oder Chören und manchmal mit Instrumenten wie dem Akkordeon vorgetragen werden“. Die Organisation merkte an, dass die Tradition „reiche Harmonien aufweist und oft bei Konzerten, Festen und Wettbewerben aufgeführt wird, wobei die Teilnehmer typischerweise traditionelle regionale Trachten tragen“.usnews+3
Die Schweizer Regierung setzte sich für die Anerkennung ein und betonte, dass das Jodeln seine Ursprünge als Bergrufe, die von Hirten zur Kommunikation über Alpentäler hinweg genutzt wurden, überschreitet. Das Schweizer Kulturministerium beschrieb das Jodeln als das „emblematische Lied der Schweiz“, das „eine Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen umfasst und tief in der Bevölkerung verwurzelt ist“.lenews+3
Hector Herzig, Zentralsekretär des Schweizer Jodlerverbandes, bezeichnete die UNESCO-Einschreibung als ein „wunderbares Zeichen der Anerkennung“, das „die Solidarität, Leidenschaft und kulturelle Identität ehrt, die das Jodeln in der Schweiz seit Generationen geprägt hat“.bluewin+2
Die Schweiz hat sich zu Schutzmaßnahmen verpflichtet, darunter die Förderung junger Talente, die Digitalisierung von Materialien und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Eine Initiative bringt das Jodeln in Grundschulklassen, wobei 20 Lehrer, die jodeln können, die Praxis in ihren Unterricht integrieren.lenews+2