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english.mathrubhumienglish.mathrubhumi+1timeDie East-West-Pipeline Saudi-Arabiens, die bei Drohnenangriffen in der vergangenen Woche beschädigt wurde, wird voraussichtlich drei bis fünf Wochen weitgehend außer Betrieb bleiben, wie zwei mit dem Schaden vertraute regionale Beamte am Montag gegenüber der Associated Press erklärten. Die Stilllegung entzieht dem Königreich die wichtigste Ausweichroute für Rohölexporte, während die Straße von Hormus durch den Krieg mit dem Iran blockiert bleibt. Gleichzeitig haben Houthi-Rebellen weitere strategische Inseln in der Nähe eines anderen wichtigen Nadelöhrs am Roten Meer besetzt.english.mathrubhumi
Die 1.200 Kilometer lange Pipeline wurde am 11. September nach Drohnenangriffen abgeschaltet, für die Saudi-Arabien vom Iran unterstützte Milizen im Irak verantwortlich macht. Die Angriffe, die am 10. und 11. September vom irakischen Territorium aus gestartet wurden, trafen Pumpstationen entlang der Strecke; Satellitenbilder zeigen schwere Schäden und Brände. Als Reaktion darauf entließ der Irak den Militärkommandeur und den Polizeichef der Provinz Maysan nahe der iranischen Grenze.marinelink+2
Die Pipeline beförderte täglich etwa 4 bis 5 Millionen Barrel zum Roten-Meer-Hafen Yanbu, was etwa 4 bis 5 % des weltweiten Angebots entspricht und Saudi-Arabiens wichtigste Alternative zu Tankerrouten durch die Straße von Hormus darstellte. Ein Beamter sagte, die Pipeline könne während der Reparaturarbeiten teilweise betrieben werden, doch seien Arbeiten an einer großen Pumpanlage erforderlich. Berichten zufolge verfügt Saudi-Arabien in Yanbu über genügend Ölreserven, um die Exporte für fünf bis sieben Tage aufrechtzuerhalten.time+3
Die Ölpreise stiegen am Montag sprunghaft an, wobei Brent-Rohöl-Futures um mehr als 4 % zulegten. Die US-Dieselpreise überstiegen am Freitag erstmals die Marke von 6 Dollar pro Gallone, während Brent bereits in der Vorwoche um mehr als 8 % gestiegen war.barchart+1
Erschwerend zur Pipeline-Krise kommt hinzu, dass die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen am Montag die Inseln Greater und Lesser Hanish besetzten, etwa 160 Kilometer nördlich der Bab-el-Mandeb-Straße, nachdem Hunderte von regierungstreuen Kräften abgezogen waren. Die Besetzung folgt auf die Einnahme der Hafenstadt Mokha und der Insel Mayun in der Meerenge selbst in der vergangenen Woche, wodurch die Houthis bis auf 32 Kilometer an den US-Militärstützpunkt in Dschibuti herangerückt sind.abcnews+1
Die Houthis verhängten im Juli eine Blockade gegen saudische Schiffe und greifen seit mehr als einem Monat saudische Ölinfrastruktur und Schiffe an. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman bat Präsident Trump am Donnerstag zweimal um US-Militärschläge, doch Trump lehnte dies laut Reuters ab. Trump sagte am Samstag, die Houthis hätten seine Regierung kontaktiert und bevorzugten es, wenn Washington sich aus dem Kampf heraushalte.time+1
Die Kämpfe haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen in zwei Wochen mehr als 80.000 Menschen vertrieben, wobei mehr als 2.000 Menschen per Boot nach Dschibuti flohen. Seit dem 3. September wurden nach Angaben des jemenitischen Menschenrechtsministeriums etwa 150 Zivilisten getötet und mehr als 200 verletzt.abcnews
Ein geplantes Treffen zwischen Golfstaaten und dem Iran zur Erörterung der Lage in der Straße von Hormus, das für Montag im Oman angesetzt war, wurde verschoben, wie der omanische Außenminister Badr Albusaidi am Sonntag bekannt gab. Die Internationale Energieagentur schätzte, dass die Ölexporte der Golfstaaten im August fast die Hälfte ihres Vorkriegsniveaus erreichten, während die weltweiten Ölvorräte seit Februar um 507 Millionen Barrel gesunken sind.time
"Solange die amerikanische Seite nicht alle Bedingungen des Iran akzeptiert, sind Dialog und Verhandlungen nutzlos", schrieb Ebrahim Azizi, Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit des Iran, in einem Beitrag auf X.marinelink