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wjtv+1.yahoo.wjtv+1.Außenminister Marco Rubio begann am Dienstag in Reykjavik eine Reise durch drei NATO-Staaten. Er versicherte Island, dass die Trump-Regierung keine Ansprüche auf die Insel habe, und betonte, dass Washington die Sorgen Islands hinsichtlich der Sicherheit in der Arktis teile, da die Spannungen mit Russland im hohen Norden zunehmen. Rubio traf sich mit Premierministerin Kristrún Frostadóttir und Außenministerin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir. Er ließ die Tür für eine größere militärische Rolle der USA auf der Insel offen und sagte, dass nichts ohne die Zustimmung Islands geschehen werde.wjtv+1
"Island spielt aufgrund seiner geografischen Lage eine entscheidende Rolle für die Verteidigung sowohl Europas als auch des US-Heimatlandes," sagte Rubio laut Bloomberg. "Wir wären offen für Gespräche, um zu sehen, was wir gemeinsam mehr tun können." Er wies darauf hin, dass die USA bis 2006 eine permanente Präsenz in Keflavik unterhielten, und sagte, die Prioritäten hätten sich "wieder verschoben".bloomberg+1
Rubio sagte, die Bedrohungen für die Region würden "wachsen". Er verwies auf "verdeckte Maßnahmen" sowie "Bedrohungen für Unterseekabel und Schifffahrtswege", berichtete die Anadolu Agency. Er bezeichnete Island als "einen kritischen Außenposten zur Überwachung klandestiner Aktivitäten und zur Abschreckung unserer Gegner", so die AFP. Zum Thema Handel sagte er, dass "die Ära der Freihandelsabkommen in absehbarer Zukunft wahrscheinlich vorbei sein wird", und plädierte stattdessen für ein gegenseitiges bilaterales Abkommen. Die Gespräche behandelten auch Geothermie, Rechenzentren und Pharmazeutika.aa+1
Island hat keine Armee. Es ist auf die NATO und einen Verteidigungspakt mit den Vereinigten Staaten aus dem Jahr 1951 angewiesen. "Ich möchte unsere wirklich starke Zusammenarbeit in Bezug auf Verteidigung und Sicherheit unterstreichen, und daran gibt es keine Änderung", sagte Gunnarsdóttir.afp+1
Der Besuch fand nach einer Phase der Reibungen statt. Im September teilte Trump eine KI-generierte Karte, die Nordamerika, Grönland und Island als "die Vereinigten Staaten von Amerika" darstellte. Island reagierte mit der Einbestellung des US-Botschafters Billy Long. Gunnarsdóttir sagte am Dienstag, die Angelegenheit sei weitgehend geklärt. "Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Zukunft", sagte sie. Rubio sagte, er sei nicht gekommen, um über Social-Media-Beiträge zu sprechen. "Alles ist sehr positiv", sagte er.wjtv+1
Rubio traf Gunnarsdóttir auch im Hofdi House, wo Ronald Reagan und Michail Gorbatschow 1986 ihren Gipfel abhielten. Danach postete er, dass das Haus "die Rolle der Diplomatie bei der Beendigung des Kalten Krieges und der Niederlage des Kommunismus symbolisiert". Die Reise folgt auf einen Sicherheitspakt, den die USA Ende September mit Dänemark und Grönland unterzeichneten. Im Rahmen dieser Vereinbarung plant Washington die Errichtung von zwei neuen Militärbasen auf Grönland.afp+1
Rubios nächste Station ist Athen, wo er einen "strategischen Dialog" über regionale Sicherheit und Energiesicherheit führen wird. Dort könnte er auch mit Fragen zur US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle konfrontiert werden. Das Wall Street Journal News Corp berichtete über Fehlverhaltensvorwürfe gegen sie, die sie bestreitet. Der Abgeordnete Gregory Meeks hat angekündigt, diese untersuchen zu wollen. Rubio wird anschließend Portugal besuchen, bevor er am Donnerstag nach Washington zurückkehrt.seattletimes+2