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reuters+1globalbankingandfinance+1tradersunion+1Revolut-Gründer und CEO Nik Storonsky bestätigte am Donnerstag, dass der Fintech-Riese eine Doppelnotierung an der Nasdaq und der London Stock Exchange plant. Dies ist das erste Mal, dass das Unternehmen solche Pläne öffentlich eingeräumt hat. Storonsky äußerte sich in einem Interview mit der französischen Zeitung Les Echos und stellte klar, dass der US-Markt seine Priorität bleibt.reuters+1
"Wir planen derzeit eine Doppelnotierung, an der London Stock Exchange und an der Nasdaq", sagte Storonsky gegenüber Les Echos, wie Reuters berichtete.democrata
Storonsky äußerte sich unverblümt über seine Präferenz für den amerikanischen Markt und verwies auf dessen tieferen Pool an institutionellen Investoren und die höhere Liquidität. "Wir haben die Wahl zwischen einem Verkauf in einem kleinen Markt mit wenigen Käufern oder in einem gigantischen Markt mit einer riesigen Anzahl an Käufern, die hart um unsere Aktien konkurrieren werden. Deshalb bevorzugen wir die Vereinigten Staaten", sagte er.cityam+1
Der Revolut-Chef hatte sich in der Vergangenheit kritisch über London als Börsenplatz geäußert und dabei auf die Stempelsteuer von 0,5 Prozent auf Aktiengeschäfte sowie auf die von ihm als "extreme Bürokratie" bezeichnete Haltung der britischen Regulierungsbehörden verwiesen. Storonsky erklärte, dass ein potenzieller Börsengang nicht vor 2028 stattfinden werde.tradersunion+1
Ein Sprecher von Revolut bestätigte die Pläne gegenüber Europa Press, warnte jedoch, dass Storonsky "es als eine Option präsentierte, die wir prüfen und die natürlich von den Marktbedingungen abhängt".democrata
Eine Doppelnotierung wäre dennoch ein Gewinn für die britischen Kapitalmärkte, die Schwierigkeiten hatten, große Tech-Börsengänge zu halten und anzuziehen. Wise hat angekündigt, seine Primärnotierung in die USA zu verlagern, und AstraZeneca hat im vergangenen Jahr seine US-Notierung an seinen FTSE 100-Status angepasst.cityam
Die Bewertung von Revolut ist schnell gestiegen. Ein sekundärer Aktienverkauf im Juli bewertete das Unternehmen mit rund 115 Milliarden Dollar, nach zuvor 75 Milliarden Dollar. Laut dem neuesten Jahresbericht von Revolut erzielte das Unternehmen 2025 einen Gewinn vor Steuern von 2,3 Milliarden Dollar und einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.globalbankingandfinance+1
Das Unternehmen hat auf beiden Seiten des Atlantiks die regulatorischen Grundlagen geschaffen. Revolut erhielt im März 2026 nach einem vierjährigen Bewerbungsprozess eine vollständige britische Banklizenz und hat eine bedingte Genehmigung für eine US-amerikanische nationale Banklizenz erhalten. Mit mehr als 80 Millionen Kunden in rund 30 Ländern und Einlagen in Höhe von 67,5 Milliarden Dollar erwartet das Fintech, bis Mitte 2027 die Marke von 100 Millionen Nutzern zu überschreiten.globalbankingandfinance+1
Wo Revolut letztendlich notiert, wird beeinflussen, wie Investoren das Unternehmen bewerten. Eine Nasdaq-Notierung stellt das Unternehmen auf eine Stufe mit US-Fintech-Konkurrenten, die von Analysten stark beobachtet werden, während London die Aktie eher in Richtung eines traditionellen Bankenvergleichs ziehen könnte – ein Spannungsfeld, das darüber entscheiden könnte, ob die Bewertung von Revolut das obere Ende der von Analysten genannten Spanne erreicht.finimize