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lemonde.reuters.reuters+1.Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Donnerstag, dem 1. Oktober, dass ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien das Land etwa 1% seines Bruttoinlandsprodukts gekostet haben. Während seiner Rede beim Valdai Discussion Club in Moskau lehnte er zudem die Idee ab, dass beide Seiten ihre Angriffe auf große Distanz einstellen sollten. Es handelt sich um ein ungewöhnliches Eingeständnis des Kremls bezüglich der wirtschaftlichen Schäden durch die Kampagne aus Kiew. Gleichzeitig erteilte Putin einem Deeskalationsvorschlag, den Washington angesichts steigender Dieselpreise vorangetrieben hatte, eine Absage.lemonde+2
"Sie begannen, Raffinerien anzugreifen, und verkündeten das Ziel ganz direkt: unserer Wirtschaft Schaden zuzufügen. Das Ziel wurde teilweise erreicht, denn unseren Schätzungen zufolge haben wir etwa 1% des BIP verloren", sagte Putin bei der Plenarsitzung des Forums laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS. Er bezeichnete die Raffinerien als zivile Ziele und sagte, Kiew habe eine "Antwort gleicher Art" erhalten. Reuters berichtete von seiner Bemerkung, dass die Ukraine ihre Ziele "teilweise erreicht" habe. Le Monde merkte an, dass die Angriffe auf Raffinerien in diesem Sommer zu Kraftstoffknappheit in ganz Russland geführt hätten.tass+2
Putin erklärte, dass russische Angriffe auf die ukrainische Wirtschaft schweren Schaden angerichtet hätten, und behauptete, dass die Ukraine nun "praktisch keine Metallindustrie mehr" habe, wie Meduza berichtete. Laut Le Monde haben russische Angriffe ukrainische Stahlwerke, Lieferketten der Bahn und große Lagerhäuser getroffen und die Getreideexporte über das Schwarze Meer stark eingeschränkt.lemonde+1
Putin wies Vorschläge zurück, wonach die Ukraine die Angriffe auf Raffinerien einstellen solle, wenn Russland im Gegenzug seine Angriffe auf ukrainische Schiffe beende. "Uns wird gesagt: 'Lasst sie aufhören, eure Raffinerien anzugreifen, und ihr hört auf, ihre Schiffe anzugreifen.' Das ist schlicht lächerlich", sagte er. Auf die Frage, wie Russland auf die Idee reagieren würde, antwortete er: "Nein". Er argumentierte, dass ein Abkommen für Russland keinen Gewinn bringen würde. "Wie soll unser Diesel bei bestehenden Sanktionen den Weltmarkt erreichen? Das geht nicht", sagte er. "Man muss zugeben, das wirkt einfach absurd". Er fügte hinzu, dass die Themen weiterhin "auf der Grundlage gegenseitiger Interessen" diskutiert werden könnten.apa+2
Putin sagte, Russland habe genug Diesel für den eigenen Bedarf, "aber er wird die Weltmärkte wegen der Verbote und Sanktionen gegen unser Öl und unsere Erdölprodukte nicht erreichen". Diese Woche verlängerte Russland sein Verbot für Diesel-Exporte durch Kraftstoffproduzenten bis Ende Oktober.reuters
Die Kommentare folgen auf wiederholte Forderungen des US-Präsidenten Donald Trump an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump macht die Angriffe für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich. Mitte September sagte Trump, Moskau und Kiew hätten vereinbart, die Angriffe auf Energieanlagen einzustellen, was jedoch nie bestätigt wurde. Reuters berichtete, dass die Dieselpreise in den USA Rekordwerte von über 6,50 Dollar pro Gallone erreicht haben. Die Kriege im Iran und in der Ukraine begrenzen das Kraftstoffangebot, was für Trump vor den Zwischenwahlen ein politisches Risiko darstellt.meduza+1
Auf demselben Forum warnte Putin, dass Moskau den Einsatz aller verfügbaren Waffen in Erwägung ziehen würde, falls Kaliningrad angegriffen oder blockiert würde. NATO-Generalsekretär Mark Rutte wies die Unterstellung zurück, dass das Bündnis die Region bedrohe.united24media