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reuters.com.pbs.org+1.irishtimes.com+1.Der französische Premierminister Sébastien Lecornu hat die Präfekten angewiesen, ab Montagabend, dem 19. Oktober, teilweise Ausgangssperren zu verhängen. Er machte die Ankündigung nach einem Wochenende voller Unruhen und Plünderungen, die NBC News als die schlimmste Gewalt in Frankreich seit Jahren bezeichnete. Lecornu schloss eine Ausgangssperre für ganz Paris aus. "Diese Ausgangssperren müssen lokal und begrenzt sein. Es kommt nicht infrage, ganz Paris unter Ausgangssperre zu stellen", sagte er laut Reuters vor Reportern.abc30.com+1
Er sagte zudem, die Regierung könne den Notstand ausrufen, falls dies für notwendig erachtet werde, aber teilweise Ausgangssperren erschienen derzeit "angemessener".abc30.com
Lecornu äußerte sich nach einem Krisentreffen mit hochrangigen Beamten. Er sagte, die Ausgangssperren würden "sehr begrenzt" und "lokalisiert" sein, und Details zu den betroffenen Gebieten würden im Laufe des Montags folgen. Die Präfekten sollen sich mit Bürgermeistern und lokalen Handelskammern beraten. Die Beschränkungen könnten Gebiete mit "Verkehrsknotenpunkten sowie symbolträchtige Orte" betreffen, sagte er. Der beigeordnete Minister Jean-Didier Berger erklärte, dies könne bedeuten, den nächtlichen Zugang zu Straßen mit vielen Geschäften einzuschränken.irishtimes.com+2
Einige lokale Behörden hatten bereits gehandelt. In Marseille verbot der Präfekt am Montag alle Proteste und Versammlungen von 12.00 bis 20.00 Uhr. In der nördlichen Stadt Denain verhängte Bürgermeisterin Anne-Lise Dufour-Tonini eine Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr, die jede Nacht vom 18. bis zum 25. Oktober gilt und sowohl für Erwachsene als auch für Minderjährige Anwendung findet.pbs.org+1
Die Gewalt begann am Samstag, dem 17. Oktober, während landesweiter Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten und schlechte Bedingungen an Schulen. Am Sonntagabend plünderten Menschen Geschäfte und legten Feuer in Paris, Lyon, Marseille und anderen Städten. Mindestens 2 400 Personen wurden festgenommen. Fast 1 000 Polizisten und Feuerwehrleute wurden verletzt. Ein Feuer zerstörte fast das Rathaus aus dem 19. Jahrhundert in Limoges und ließ das Dach einstürzen. Randalierer brachen auch in das Rathaus von Marseille ein (PBS; Anadolu).pbs.org+2
Innenminister Laurent Nuñez bot seinen Rücktritt an, doch Präsident Emmanuel Macron bat ihn, im Amt zu bleiben. Macron wies ihn an, für "volle Transparenz über die Versäumnisse bei der Planung und der nachrichtendienstlichen Aufklärung" zu sorgen, die den Unruhen zugrunde lagen. Nuñez räumte ein, dass die Behörden in einigen Großstädten "die Kontrolle verloren" hätten. Die Bürgermeister der größten französischen Städte haben von der Regierung eine Erklärung für das gefordert, was sie als mangelnde Vorbereitung der Sicherheitskräfte bezeichneten.reuters.com+1
Die Regierung plant einen speziellen Unterstützungsfonds für schätzungsweise 3 000 Unternehmen, die von den Unruhen betroffen sind. Die Organisatoren der Gelbwesten haben neue Proteste für den 24. Oktober angekündigt. Nuñez sagte, es gebe keine Pläne, das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Barcelona am Dienstagabend abzusagen.aa.com.tr+2