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ca.news.yahoo.com.newsweek.com.ca.news.yahoo.com.Die Brasilianer wählten am Sonntag, den 25. Oktober, in einer Stichwahl zwischen dem linksgerichteten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und dem rechten Senator Flávio Bolsonaro, einem engen Verbündeten des US-Präsidenten Donald Trump. Aktuelle Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sollte Bolsonaro gewinnen, würde sich das bevölkerungsreichste Land und die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas nach rechts orientieren, in einem Jahr, in dem Trump-Verbündete bereits in Chile, Peru und Kolumbien gewonnen haben.apnews.com+1
Die Wahllokale öffneten um 8 Uhr morgens und schließen in den meisten Teilen des Landes um 17 Uhr brasilianischer Zeit (20.00 Uhr GMT). Brasilien stimmt vollständig elektronisch ab, daher veröffentlicht das oberste Wahlgericht die Ergebnisse meist innerhalb weniger Stunden. Nach seiner Stimmabgabe in Rio de Janeiro rief Bolsonaro seine Anhänger dazu auf, "bei Wind und Wetter" zur Wahl zu gehen. Lula wurde in São Bernardo do Campo, in der Nähe von São Paulo, zur Wahl erwartet.ca.news.yahoo.com+1
Bolsonaro übertraf die Umfragen in der ersten Runde am 4. Oktober und erreichte 47,03 % der gültigen Stimmen gegenüber Lulas 45,16 %. Sein Vorsprung ist seitdem geschrumpft. Die letzte Datafolha-Umfrage, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, sah beide bei 50 %. Die meisten anderen aktuellen Umfragen liegen innerhalb der Fehlertoleranz. Die Geschichte spricht für den Senator, da noch nie ein Kandidat eine Stichwahl gewonnen hat, nachdem er in der ersten Runde auf dem zweiten Platz gelandet war.newsweek.com+1
"Sollte Lula gewinnen, wäre das das wichtigste politische Comeback in der Geschichte Brasiliens", sagte Patricio Navia von der New York University. Er bezeichnete die Wahlbeteiligung als den entscheidenden Faktor. Mehr als 33 Millionen der fast 160 Millionen registrierten Wähler Brasiliens hatten in der ersten Runde nicht abgestimmt.apnews.com+1
Der Wahlkampf wurde von Korruptionsskandalen, Sorgen um die Wirtschaft und Vorwürfen der US-Einmischung dominiert, was Washington bestreitet. Er wurde auch durch die Verurteilung des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, Flávios Vater, im Jahr 2025 wegen der Planung eines Staatsstreichs im Jahr 2022 geprägt. Flávio hat versprochen, seinen Vater freizulassen, falls er gewählt wird. Trump nannte den Fall eine "Hexenjagd" und belegte Brasilien 2025 mit einem Zoll von 50 %. Dieser Zoll wurde später reduziert, doch er verhängte dieses Jahr neue Abgaben. Am Samstag berichtete Reuters über Bemühungen innerhalb des US-Außenministeriums, die Bolsonaros wieder an die Macht zu bringen.ca.news.yahoo.com
Lula bezeichnet die Zölle als Schikane. Er hatte Mühe, Wähler zu überzeugen, die mit hohen Lebenshaltungskosten und Haushaltsschulden zu kämpfen haben, obwohl Ungleichheit und Arbeitslosigkeit gesunken sind. Bolsonaro hat mit Sorgen um die Lebenshaltungskosten und einer harten Linie gegen Kriminalität Wahlkampf gemacht.ca.news.yahoo.com
Der Wahlkampf endete am Freitag mit einer hitzigen Debatte bei TV Globo. Bolsonaro sagte, Lula gebe mit der einen Hand und "nehme mit neun Fingern", eine Anspielung auf den Finger, den Lula bei einem Fabrikunfall verlor. Er entschuldigte sich später. "Ich erwarte nicht, dass selbst die letzte Debatte einen entscheidenden Einfluss haben wird", sagte Oliver Stuenkel von der Getulio Vargas Stiftung.newsweek.com