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archaeologymag+2.livescience+2.livescience+2.greekreporter+1.livescience+2.Archäologen haben eine 4.000 Jahre alte menschliche Rippe mit einer darin steckenden Feuerstein-Pfeilspitze an der Grabstätte Roc de les Orenetes in den spanischen katalanischen Pyrenäen entdeckt. Dies enthüllt Beweise für prähistorische Gewalt, bei der das Opfer den Angriff überlebte, wie die Knochenheilung um das Projektil belegt.
Die Ausgrabungen in Roc de les Orenetes, das auf 1.836 Metern über dem Meeresspiegel in den nordöstlichen spanischen Pyrenäen liegt, laufen seit 2019 unter der Leitung von Carlos Tornero, einem prähistorischen Archäologen an der Autonomen Universität Barcelona. Diese hochgelegene Höhlenstätte hat über tausend menschliche Knochen hervorgebracht, die mindestens 51 Individuen unterschiedlichen Alters und beiderlei Geschlechts repräsentieren, wobei die Radiokohlenstoffdatierung die Bestattungen auf die Zeit zwischen 4.100 und 4.500 Jahren vor heute während der frühen Bronzezeit datiert.catalannews+1
Die Stätte hat bemerkenswerte Beweise für prähistorische Gewalt geliefert, wobei Forscher mindestens sechs Individuen identifizierten, die in tödliche Konfrontationen verwickelt waren. Die Verletzungen konzentrierten sich hauptsächlich auf den Oberkörper, insbesondere die oberen Gliedmaßen und Rippen, und wurden durch verschiedene Waffen, darunter scharfe Metallgegenstände und lithische Projektile, zugefügt. Laut Miguel Ángel Moreno von der Universität Edinburgh und seinen Kollegen repräsentiert das Fundensemble von Roc de les Orenetes "wiederkehrendes gewalttätiges Verhalten und Beweise für zwischenmenschliche Gewalt in der höchsten Lage der Pyrenäen", was zeigt, dass selbst unter rauen geografischen Bedingungen kleinräumige Konflikte entstanden, die zu Verletzungen und Tod führten.anthropology+1
Die in der menschlichen Rippe aus Roc de les Orenetes eingebettete Feuerstein-Pfeilspitze stellt einen seltenen direkten Beweis für zwischenmenschliche Gewalt in den prähistorischen Pyrenäen dar. Die Analyse deutet darauf hin, dass das Opfer von hinten beschossen wurde, wobei das Projektil tief genug eindrang, um im Knochen stecken zu bleiben. Die Verletzung war nicht tödlich – die Knochenheilung um die Pfeilspitze bestätigt, dass das Individuum nach dem Angriff noch einige Zeit überlebte und mit dieser dauerhaften und wahrscheinlich schmerzhaften Erinnerung an die Gewalt lebte. Dieser Fund reiht sich in andere dokumentierte Fälle prähistorischer Pfeilverletzungen ein, darunter ein 13.000 Jahre altes weibliches Becken aus der San Teodoro-Höhle auf Sizilien und ein Wirbel eines Kindes aus der Grotte des Enfants an der italienischen Küste.livescience+3
Die Stätte Roc de les Orenetes hat über diese bemerkenswerte Pfeilspitzenverletzung hinaus weitere Beweise für Gewalt geliefert. Zuvor identifizierte Traumamuster umfassen Axtschläge und Frakturen, insbesondere am Kopf und Oberkörper. Diese Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass bronzezeitliche Berggemeinschaften trotz ihrer geografischen Isolation wiederkehrende gewaltsame Konfrontationen erlebten, was Annahmen über Konfliktmuster in prähistorischen hochgelegenen Siedlungen in Frage stellt. Die laufende Analyse dieses Projektils mittels Röntgen-Mikrotomographie am spanischen Nationalen Forschungszentrum für menschliche Evolution wird weitere Einblicke in die Mechanik und die Umstände dieses antiken Angriffs liefern.archaeologymag+2
Archäologische Datierungsmethoden lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: relative Datierung und absolute Datierung. Relative Datierungsmethoden etablieren chronologische Beziehungen zwischen Artefakten oder Stätten, ohne spezifische Kalenderdaten zu liefern, indem sie bestimmen, ob Objekte älter oder jünger als andere sind. Beispiele hierfür sind die Stratigraphie (wobei tiefere Schichten typischerweise älter sind als die darüber liegenden), die Seriation (Anordnung von Artefakten in Sequenzen) und die Kreuzdatierung (Vergleich von Funden über verschiedene Stätten hinweg).hraf.yale+2
Absolute Datierungsmethoden hingegen liefern spezifische Kalenderjahre oder Zeiträume. Dazu gehören die Radiokohlenstoffdatierung (Messung des Kohlenstoff-14-Zerfalls in organischen Materialien), die Dendrochronologie (Baumringdatierung), die Thermolumineszenz (zur Datierung von Töpferwaren und Keramik), die Kalium-Argon-Datierung (für vulkanische Materialien) und die archäomagnetische Datierung (Analyse magnetischer Partikel in Ton und Gestein). Bei der Untersuchung von Beweisen für prähistorische Gewalt, wie der in der menschlichen Rippe aus Roc de les Orenetes eingebetteten Feuerstein-Pfeilspitze, setzen Archäologen häufig mehrere Datierungstechniken ein, um zuverlässige Chronologien zu erstellen, da die Kombination von Methoden eine höhere Genauigkeit bietet als jeder einzelne Ansatz allein.crowcanyon+3