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news.artnet+1news.artnet+1nytimes+1Die Pace Gallery, eine der bedeutendsten Institutionen der Kunstwelt, gab am Donnerstag bekannt, dass sie etwa 50 Künstler aus ihrem Programm streicht und rund 50 Mitarbeiter entlässt. CEO Marc Glimcher bezeichnete dies als eine Abkehr vom Mega-Galerie-Modell, das seiner Meinung nach nicht mehr zu retten sei.
Die Umstrukturierung wird die Zahl der von Pace vertretenen Künstler von etwa 135 auf rund 80 reduzieren, was einem Rückgang von fast 30 Prozent entspricht, während die Belegschaft von etwa 250 auf 200 schrumpfen wird, so die New York Times, die am Mittwochabend zuerst über die Nachricht berichtete.news.artnet+1
"Die Kunstwelt hat sich im letzten Jahrzehnt dramatisch verändert, und das aktuelle Galerie-Modell ist nicht nur kaputt, es ist nicht zu reparieren", sagte Glimcher in einer Presseerklärung. "Jede Galerie nimmt derzeit vorübergehende Korrekturen und Kompromisse vor, um ein System zu stützen, das nicht mehr funktioniert."facebook+1
Glimcher stellte die Entscheidung als Abkehr vom Mega-Galerie-Ansatz der letzten Jahrzehnte dar, der seiner Meinung nach "einen Verwaltungsaufwand erfordert, der Ressourcen und Aufmerksamkeit vom Kern unseres Geschäfts ablenkt" und "auch zu so großen Programmen geführt hat, dass es unmöglich ist, allen Künstlern das Maß an Unterstützung zu bieten, das sie verdienen."news.artnet
Die Galerie veröffentlichte keine vollständige Liste der ausscheidenden Künstler, aber zu den Namen, die seit Anfang des Jahres aus ihrem Online-Programm verschwunden sind, gehören laut Artnet News Keith Coventry, Glenn Kaino, teamLab und John Gerrard. In den letzten Monaten nahm Pace Anicka Yi und den Nachlass von Constantin Brancusi auf, die weiterhin auf ihrer Website aufgeführt sind.news.artnet
Der Schritt erfolgt inmitten eines anhaltenden Abschwungs auf dem Markt für zeitgenössische Kunst und anhaltender Fragen zur finanziellen Gesundheit von Pace. Artnet News berichtete, dass die Galerie einen monatlichen Mietvertrag von rund 9 Millionen Dollar für ihre hoch aufragende Flagship-Galerie im New Yorker Stadtteil West Chelsea hat – ein Raum, der 2019 als Wette auf die Zukunft physischer Galerieerlebnisse eröffnet wurde.news.artnet+1
Pace hat sich auch international zurückgezogen. Im Oktober 2025 schloss die Galerie ihre Ausstellungsfläche in Hongkong im H Queen's, wobei ein Sprecher gegenüber The Art Newspaper erklärte, der Raum "diene uns nicht mehr". Die Galerie betreibt derzeit Standorte in New York, Los Angeles, London, Genf, Berlin, Seoul und Tokio.news.artnet+1
"Wir kehren zurück in die Zukunft, verbinden jüngere Künstler mit ihren geistigen Vätern und Müttern und bauen auf unserer 66-jährigen Geschichte auf", sagte Glimcher. ARTnews berichtete, dass die Galerie "weiterhin eine globale Galerie bleiben" werde, während sie ihre Programme an die lokalen Kunstszenen anpasse.artnews+1
Die Ankündigung erfolgte am selben Tag, an dem Pace sein Standprogramm für die Art Basel in der Schweiz enthüllte, die am 16. Juni für geladene Gäste eröffnet wird und Werke langjähriger Künstler wie Alexander Calder, Agnes Martin und Louise Nevelson zeigt.news.artnet