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apa+1engine+1apa+1Zwei der weltweit meistbeachteten Energieanalysten gaben diese Woche gegensätzliche Einschätzungen ab, was die tiefe Unsicherheit an den Ölmärkten unterstreicht, während der Konflikt im Nahen Osten die globalen Lieferströme weiter verändert.
Die US-Energieinformationsbehörde EIA hob am Dienstag ihre Prognose für den durchschnittlichen Brent-Rohölpreis für 2026 auf 91 Dollar pro Barrel an, eine Aufwärtskorrektur um 4 Dollar gegenüber August, wobei der Durchschnitt für die zweite Jahreshälfte auf etwa 90 Dollar pro Barrel geschätzt wird. Die Behörde erwartet, dass die Preise 2027 auf etwa 74 Dollar pro Barrel sinken werden, wenn die Produktion wieder aufgenommen wird und die Lagerbestände wieder aufgefüllt werden.engine+1
Die Revision spiegelt die sich verschlechternden Angebotsbedingungen wider. Die EIA schätzt, dass die weltweiten Rohöllagerbestände in diesem Jahr bisher um 400 Millionen Barrel gefallen sind, während die Produktionsausfälle im August durchschnittlich 6,7 Millionen Barrel pro Tag betrugen, gegenüber 5,0 Millionen im Juli. Eingeschränkte Ströme durch die Straße von Hormus und das Bab al-Mandab-Meer haben die Verluste vorangetrieben, obwohl die Behörde angab, dass sie eine allmähliche Erholung der Produktion im Nahen Osten erwartet, da Reedereien Ausweichlösungen finden, einschließlich Pipeline-Umgehungen und Schiff-zu-Schiff-Transfers.eia+1
Die weltweite Produktion flüssiger Brennstoffe wird 2026 voraussichtlich 100,62 Millionen Barrel pro Tag erreichen, etwa 200.000 Barrel pro Tag weniger als bisher geschätzt.engine
Unabhängig davon senkte die OPEC am Donnerstag ihre Prognose für das globale Ölnachfragewachstum 2026 auf 380.000 Barrel pro Tag, was die fünfte monatliche Abwärtskorrektur in Folge markiert. Die Produzentengruppe hob auch ihren Ausblick für das Nachfragewachstum 2027 an, in Erwartung einer Erholung, sobald die Ölströme wieder aufgenommen werden. Die Nachfrageprognosen der OPEC liegen weiterhin deutlich über denen der Internationalen Energieagentur (IEA), die für 2026 einen direkten Rückgang der Ölnachfrage erwartet.apa+3
Unterdessen stieg die Rohölproduktion der OPEC im August um 346.000 Barrel pro Tag, angeführt vom Irak, den VAE und Kuwait. Der Anstieg erfolgte, da die teilweise Wiederherstellung der Ölströme durch die Straße von Hormus dazu beitrug, die Produktion zu steigern, obwohl die tatsächliche Produktion weit unter dem Niveau vor dem Konflikt bleibt.aa+1
Die gegensätzlichen Berichte verdeutlichen einen Markt, der zwischen einem knapper werdenden physischen Angebot und schwächeren Nachfrageerwartungen gefangen ist. Die EIA betonte, dass ihre Prognose "sehr empfindlich" auf die voraussichtliche Dauer des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran reagiere. Eine neue Umgehungspipeline der VAE, die für Mitte 2027 erwartet wird, könnte den Druck auf Exporte, die von der Straße von Hormus abhängig sind, etwas lindern, aber derzeit hält die geopolitische Risikoprämie den Brent-Preis über 100 Dollar pro Barrel.aa+1