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upi+1qzupi+1Die globalen Ölpreise stiegen am Donnerstag auf über 105 Dollar pro Barrel, als eskalierende Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, gepaart mit der Erklärung von Präsident Donald Trump, dass er kein Abkommen mit Teheran anstrebe, die Energiemärkte erschütterten und Schockwellen durch die Weltwirtschaft sandten.
Brent-Rohöl, der internationale Referenzwert, stieg um fast 6 % auf über 107 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate um etwa 6 % auf fast 102 Dollar kletterte – Niveaus, die seit Mai nicht mehr gesehen wurden. Der Anstieg folgte auf Trumps Äußerungen gegenüber Reportern am Mittwoch, dass er nicht erwarte, dass die Ölpreise vor "direkt nach" den Zwischenwahlen im November sinken würden. "Direkt nach der Wahl werden die Ölpreise fallen", sagte Trump. "Sie werden fallen, und wir werden sie nach unten bringen."upi+2
Der Konflikt hat faktisch die Straße von Hormus geschlossen, eine Schifffahrtsroute, über die zuvor etwa 20 % des weltweiten Erdöls transportiert wurden, was den Fluss von Öl und Gas auf die internationalen Märkte unterbricht. Die Kämpfe flammten diesen Monat nach einer Phase relativer Ruhe im August wieder auf, wobei der Iran versuchte, amerikanische Kriegsschiffe anzugreifen, und das US-Militär seit Samstag mindestens acht iranische Tanker zerstörte. Irans Houthi-Verbündete im Jemen griffen diese Woche Energieanlagen in Saudi-Arabien an, wobei mehr als 70 Zivilisten verletzt wurden.cnbc+2
Die Europäische Zentralbank hob am Donnerstag ihre drei Leitzinsen um 25 Basispunkte an und verwies auf den anhaltenden Inflationsdruck durch den Konflikt. Der Einlagensatz wird ab dem 16. September auf 2,50 % steigen. Daten für August zeigten, dass die Gesamtinflation im Euroraum 3,3 % erreichte, wobei die Energiepreise um 14,3 % stiegen. Die EZB prognostizierte für 2026 eine durchschnittliche Gesamtinflation von 3,0 %.qz
In den Vereinigten Staaten erreichten die Benzinpreise am Montag laut AAA ein Rekordhoch zum Labor Day, und Diesel erreichte 5,98 Dollar pro Gallone. Der nationale Durchschnitt für Normalbenzin kletterte auf 4,28 Dollar pro Gallone, ein Anstieg um 14 Cent innerhalb einer Woche. Das Bureau of Labor Statistics berichtete am Donnerstag, dass die Erzeugerpreise im August beschleunigt stiegen, was weitgehend auf den Konflikt zurückzuführen ist.clickorlando+2
Auch die Anleiherenditen stiegen. Im Vereinigten Königreich erreichten die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen den höchsten Stand seit 2007, während die Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen 3,451 % erreichte, ein Niveau, das zuletzt 2011 verzeichnet wurde.bbc+1
Daan Struyven von The Goldman Sachs Group, Inc. warnte auf CNBC, dass ein eskalierender Krieg die Ölpreise auf über 120 Dollar pro Barrel treiben könnte. S&P Global erklärte am Donnerstag, dass man nicht erwarte, dass die Ölproduktion im Nahen Osten bis Ende 2027 wieder das Vorkriegsniveau erreichen werde.cnbc+1
Unterdessen gab die Internationale Energieagentur am Donnerstag bekannt, dass der weltweite Kohleverbrauch in diesem Jahr ein Rekordhoch erreichen dürfte, und prognostizierte einen Anstieg um 1,2 %, da Länder, die Schwierigkeiten haben, Öl und Gas zu sichern, für die Stromerzeugung auf Kohle zurückgreifen. Das Wall Street Journal News Corp berichtete am späten Mittwoch, dass Berater des Weißen Hauses Trump mitgeteilt hätten, der Krieg könne über das Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 hinaus andauern – was monatelangen Zusicherungen widerspricht, dass der Konflikt vor dem Ende stehe.upi+2
Der Harvard-Wirtschaftsprofessor Ken Rogoff brachte die vorherrschende Stimmung an der Wall Street auf den Punkt: "Der Iran-Krieg ist ungelöst und beunruhigt die Wall Street, weil er kein Ende zu nehmen scheint."clickorlando