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nytimes+1streamlinefeed+1anews+1Die Ölpreise berührten am Dienstag die Marke von 90 Dollar pro Barrel, während Gold auf ein 10-Wochen-Hoch von 4 400 Dollar pro Unze kletterte, da sich die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus verschärfte. Dies sendet widersprüchliche Signale an die globalen Rohstoffmärkte, die nun zwischen der Angst vor Angebotsschocks und veränderten Erwartungen an die Geldpolitik gefangen sind.
Brent-Öl stieg am Dienstag um 1,6 Prozent und erreichte kurzzeitig 90 Dollar pro Barrel, bevor es auf etwa 88 Dollar zurückfiel, so die New York Times. West Texas Intermediate stieg um 1,8 Prozent und überschritt die Marke von 83 Dollar pro Barrel. Die Rallye setzt einen starken viertägigen Anstieg fort, der die Hoffnung auf sinkende Energiekosten zunichtegemacht hat.nytimes
Der unmittelbare Auslöser war die Ausweitung der US-Verhandlungsbedingungen durch Präsident Trump, einschließlich der Forderung nach finanziellen Reparationen aus dem Iran "für all die Leben, die sie genommen haben, und diejenigen, die sie mit ihren Sprengfallen am Straßenrand schwer verletzt haben", wie er am Montag in den sozialen Medien schrieb. Trump beschrieb seinen Ansatz in einem Interview mit Axios als "Semi-Verhandlung" und sagte, die USA würden ihre militärischen Bemühungen zur Wiedereröffnung der Schifffahrtswege unter Bedingungen zurückfahren.streamlinefeed+1
Der Schiffsverkehr durch die Straße ist fast zum Erliegen gekommen. Das maritime Analyseunternehmen Kpler berichtete, dass seit dem Wochenende nur noch wenige Öltanker die Wasserstraße durchquert haben, verglichen mit etwa 130 Schiffen täglich vor Beginn des Konflikts im Februar. Die US-Benzinpreise sind seit Kriegsbeginn um 38 Prozent auf 4,11 Dollar pro Gallone gestiegen.nytimes
Der Anstieg des Goldpreises auf den höchsten Stand seit dem 5. Juni wurde durch andere Kräfte vorangetrieben. Die chinesische Zentralbank fügte im Juli rund 20 Tonnen zu ihren Reserven hinzu, der größte monatliche Anstieg seit Oktober 2023 und der 21. Monat in Folge mit Käufen. Chinesische Gold-ETFs verzeichneten ihre längste Zuflussphase seit Monaten, während institutionelle Anleger ihre Goldpositionen als Absicherung gegen die allgemeine Marktvolatilität erhöhten.anews+1
COMEX-Gold stieg um 0,89 Prozent auf 4 459 Dollar pro Unze, während SHFE-Gold- und Silber-Futures ihre Gewinne den sechsten Tag in Folge ausbauten. Schwache US-Beschäftigungsdaten – bei denen ADP und die Non-Farm Payrolls weit hinter den Erwartungen zurückblieben – senkten die Erwartungen für weitere Zinserhöhungen der Fed und lösten konzentrierte Short-Eindeckungen bei Edelmetallen aus.news.metal
Der gleichzeitige Anstieg von Öl und Gold markiert eine Abkehr vom dominierenden Muster des Jahres 2026, in dem sich die beiden Rohstoffe weitgehend in entgegengesetzte Richtungen bewegten. Höhere Ölpreise haben Inflationsängste geschürt, die Fed zu einer strafferen Politik gedrängt und den Dollar gestärkt – Bedingungen, die normalerweise Gold unter Druck setzen. Als der Ölpreis am 27. Juli nach einem vorübergehenden Waffenstillstand um 7 Prozent fiel, legte Gold am selben Tag zu.mitrade
Der gemeinsame Anstieg am Dienstag spiegelt wider, dass die Märkte zwei unterschiedliche Risiken einpreisen: eine lang anhaltende Angebotsunterbrechung, die den Ölpreis in die Höhe treibt, und eine schwächelnde US-Wirtschaft sowie eine strukturelle chinesische Nachfrage, die Gold unabhängig vom Zinskanal stützt. Scott Rubner, Stratege bei Citadel Securities, bezeichnete die aktuelle Konstellation als "eine der attraktivsten Rallye-Gelegenheiten seit Monaten" für Edelmetalle. UBS erwartet, dass Gold in der ersten Hälfte des Jahres 2027 die Marke von 5 000 Dollar pro Unze erreichen wird.news.metal
Die Märkte warten nun auf die US-Verbraucherpreisdaten für Juli, die später in dieser Woche erwartet werden, um mehr Klarheit über den weiteren Kurs der Fed zu erhalten.anews+1