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mirror+1apnews+1apnews+1Der argentinische Präsident Javier Milei hielt am Donnerstagabend eine landesweite Fernsehansprache, in der er die Falklandinseln für "historisch und rechtlich argentinisch" erklärte und Sanktionen gegen Unternehmen ankündigte, die ohne argentinische Genehmigung in den Gewässern des umstrittenen Archipels nach Öl suchen.apnews+1
"Die Falklandinseln sind argentinisch. Historisch und rechtlich. Es gibt keine Argumente dagegen. Sie sind Teil des argentinischen Territoriums", sagte Milei in der Sendung und fügte hinzu, dass "die Inselbewohner auf ihrem besetzten Territorium kein legitimes Recht auf Selbstbestimmung haben".gbnews+1
Die Ansprache erfolgte Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit GB News angedeutet hatte, dass Washington Großbritannien in einem künftigen Konflikt um die Inseln nicht zu Hilfe kommen würde. Er verknüpfte das Thema mit der Weigerung Großbritanniens, sich an der von den USA geführten Militärkampagne gegen den Iran zu beteiligen.bbc+1
Milei bezeichnete das Ölfeld Sea Lion, das sich im Besitz von Rockhopper Exploration und der israelischen Navitas Petroleum befindet, als eine "klare und gegenwärtige Gefahr". Er warnte, dass die für 2028 erwartete Produktion die Förderung von Öl "unter unserem Meer" ermöglichen würde. Die Sanktionen würden auch argentinische Firmen treffen, die logistische Unterstützung für nicht genehmigte Operationen in den umstrittenen Gewässern leisten, so die Buenos Aires Times.mirror+1
Milei kündigte laut der Daily Mail zudem Pläne für einen Marinestützpunkt in Feuerland im Süden Argentiniens an.dailymail
Trumps Äußerungen stellten eine Abkehr von der jahrzehntelangen US-Neutralität in der Souveränitätsfrage dar. Auf die Frage von GB News, ob er Großbritannien "zu Hilfe kommen" würde, erinnerte Trump an den Krieg von 1982, lenkte das Thema jedoch auf seinen Unmut über die mangelnde britische Unterstützung für die Iran-Kampagne. "Ihr Land war nicht da, um mir zu helfen", sagte er.apnews+1
Anfang der Woche hatte Trump Reportern mitgeteilt, dass er die US-Position zu den Inseln überprüfe und dies als "nur eine von vielen" Optionen bezeichnete. Die Associated Press berichtete, dass eine interne E-Mail des Pentagons vom April die Möglichkeit aufgeworfen hatte, Washingtons Haltung als Druckmittel gegen NATO-Verbündete einzusetzen, die sich geweigert hatten, am Iran-Krieg teilzunehmen.apnews
Der chilenische Präsident José Antonio Kast bekräftigte bei einem Treffen mit Milei am Donnerstag die Unterstützung seiner Regierung für Argentiniens "legitime Souveränitätsrechte" über die Malwinen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung hervorgeht.democrata
Die britische Regierung reagierte mit der Bekräftigung, dass ihre Position "langjährig und unerschütterlich" sei. Ein Sprecher sagte: "Die Souveränität liegt bei Großbritannien, und das Recht der Inselbewohner auf Selbstbestimmung ist von größter Bedeutung."bbc+1
Mileis Vorstoß hat auch eine innenpolitische Komponente. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Casa Tres, zitiert von der Financial Times, ist seine Zustimmungsrate von 52 Prozent im Januar auf 38 Prozent gefallen. Das Wall Street Journal berichtete, dass die historisch bewährte nationalistische Strategie, Argentiniens Anspruch auf die Falklandinseln zu betonen, argentinischen Führungskräften in politischem Gegenwind schon lange als Ablenkung dient.wsj+1