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404mediaindianexpressindianexpressMicrosoft hat seine Ingenieure aufgefordert, das sogenannte "Tokenmaxxing" zu stoppen: das wahllose Verbrauchen teurer KI-Tokens ohne Rücksicht auf Kosten oder Ergebnisse. Das Unternehmen führt Budgets auf Abteilungsebene ein und wechselt für die interne Nutzung zu einem günstigeren Standardmodell.
Die Vorgabe stammte aus einer internen E-Mail von Jay Parikh, Executive Vice President der CoreAI-Organisation von Microsoft, über die 404 Media am 4. August zuerst berichtete. "Tokenmaxxing ist nicht das, worauf wir optimieren", schrieb Parikh. "Ich möchte, dass wir uns alle darauf konzentrieren, Ergebnisse zu maximieren, die für unsere Kunden und unser Geschäft entscheidend sind."404media
Im Zuge dieses Kurswechsels macht Microsoft OpenAIs GPT-5.6, das intern als günstiger im Betrieb beschrieben wird, zum Standardmodell für Mitarbeiter. Zuvor hatte das interne GitHub-Copilot-System viele Anfragen an Claude-Modelle von Anthropic weitergeleitet, was teure Token-Rechnungen verursachte. Aktualisierte interne Richtlinien mit Wirkung zum Juli 2026 legen Zielvorgaben für KI-Tokenbudgets in jeder Abteilung fest und ermöglichen es einzelnen Ingenieuren, ihre eigenen Ausgaben zu verfolgen, die sich Berichten zufolge zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Dollar pro Monat bewegen.indianexpress+2
Parikh betonte, dass es bei dem Schritt nicht darum gehe, KI-Ambitionen zurückzuschrauben. "Wir optimieren nicht für weniger Tokens. Wir optimieren für mehr Wirkung pro Token", schrieb er. Die jüngsten Quartalszahlen des Unternehmens zeigten Zuwächse bei Umsatz, Betriebsergebnis und Nettogewinn und übertrafen die Erwartungen der Wall Street.404media+1
Microsoft steht mit dieser Entscheidung nicht allein da. ABC News berichtete Ende Juli, dass die Begeisterung der Unternehmen für Tokenmaxxing bereits nachlasse, da immer mehr Firmen hinterfragen, ob eine intensive KI-Nutzung tatsächlich zu entsprechenden Produktivitätsgewinnen führt. Meta führte kürzlich eigene Tokenbudgets ein und stellte eine interne Rangliste namens "Claudeonomics" ein, bei der Mitarbeiter um den höchsten Tokenverbrauch konkurrierten. Amazon Amazon.com, Inc. , Adobe , Atlassian und Citi Citigroup Inc. haben ähnliche Maßnahmen zur Kostenkontrolle ergriffen.gadgetreview+2
Bei einem Auftritt im Podcast "Hard Fork" der New York Times im Juni sprach CEO Satya Nadella das Thema Tokenmaxxing direkt an und erklärte dem Publikum, dass nicht jedes Problem das leistungsfähigste KI-Modell erfordere.businessinsider
Die Ironie ist kaum zu übersehen: Ausgerechnet das Unternehmen, das zig Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investiert hat und weltweit Copilot-Abonnements an Unternehmen verkauft, rationalisiert nun sein eigenes Produkt intern. Wie ein anonymer Microsoft-Mitarbeiter gegenüber Fortune erklärte, ist es "das ultimative Eingeständnis, dass wir als Betreiber von KI-Infrastruktur uns unsere eigenen KI-Produkte nicht leisten können". Uber -President Andrew Macdonald hinterfragte ebenfalls, warum ein höherer Tokenverbrauch seiner Ingenieure nicht zu einer entsprechenden Zunahme nützlicher Funktionen geführt habe.gadgetreview+1
Der Wandel deutet darauf hin, dass das ursprüngliche Erfolgsmaß der KI-Branche, das reine Nutzungsvolumen, einer schwierigeren Frage weicht: Was genau bringt all diese Rechenleistung eigentlich hervor?