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reuters+1reuters+1espnKönig Mohammed VI. von Marokko gewährte am Samstag 18 senegalesischen Fußballfans, die wegen Hooliganismus im Zusammenhang mit dem chaotischen Afrika-Cup-Finale im Januar in Rabat inhaftiert waren, Begnadigung, wie aus einer Erklärung des Königspalastes hervorgeht.reuters+1
Die Begnadigung wurde aus "humanitären Gründen" vor den Feierlichkeiten zu Eid Al-Adha und "in Anerkennung der langjährigen brüderlichen Bande" zwischen Marokko und Senegal erlassen, so der Palast.reuters
Das Finale am 18. Januar zwischen Gastgeber Marokko und Senegal versank im Chaos, als Anhänger versuchten, das Spielfeld zu stürmen, Stühle warfen und mit Ordnern zusammenstießen. Die Unruhen verursachten Schäden von mehr als 476.000 US-Dollar und unterbrachen das Spiel kurzzeitig.espn+1
Im Februar verurteilte ein marokkanisches Gericht 19 Fans – 18 senegalesische Staatsangehörige und einen französischen Staatsbürger – zu Haftstrafen zwischen drei Monaten und einem Jahr. Elf erhielten einjährige Haftstrafen, vier wurden zu sechs Monaten verurteilt und vier erhielten drei Monate. Alle wurden wegen Anklagen verurteilt, darunter die Beschädigung von Sportanlagen und die Anwendung von Gewalt bei einer Sportveranstaltung.aljazeera+1
Die Inhaftierung der Fans wurde zu einem diplomatischen Brennpunkt zwischen den beiden Nationen. Senegals Premierminister forderte öffentlich ein Eingreifen und brachte die Möglichkeit einer königlichen Begnadigung ins Spiel. Die verurteilten Fans bestritten jegliches Fehlverhalten, und ihre Berufungen wurden im April abgewiesen, als ein marokkanisches Gericht die ursprünglichen Urteile bestätigte.youtube+1
Drei Fans, die dreimonatige Haftstrafen erhalten hatten, wurden im April nach Verbüßung ihrer Haftzeit freigelassen. Die verbleibenden 15, die noch längere Haftstrafen verbüßten, sollen nun durch die Begnadigung des Königs freikommen.africanews
Die Episode hatte einen Schatten auf das geworfen, was ein Vorzeigeturnier für Marokko sein sollte, das sich auf die Mitgastgeberschaft der FIFA-Weltmeisterschaft 2030 vorbereitet. Die königliche Begnadigung beendet einen der umstrittensten Vorfälle im jüngsten afrikanischen Fußball und entspannt die Spannungen zwischen zwei Nationen mit tiefen historischen und kulturellen Bindungen.reuters